Ergebnis beunruhigt

Einige Mängel: Kinderfahrradhelme im Test

Österreich
24.03.2026 06:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einem Test von Kinderfahrradhelmen hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) viel Potenzial für Verbesserungen festgestellt: 15 der 17 Helme wurden als „durchschnittlich“ beurteilt, zwei sind komplett durchgefallen. Auch bei den Rädern wurden einige Probleme festgestellt.

Trotz des ernüchternden Ergebnisses stellte der VKI fest: „Selbst mit den Schlusslichtern aus dem Test sind Kinder deutlich sicherer unterwegs als ohne Helm“, betonten die Fachleute. In Österreich besteht für Kinder bis zum 12. Geburtstag eine Radhelmpflicht. Der Gemeinschaftstest wurde zusammen mit der deutschen Stiftung Warentest, ADAC und anderen europäischen Verbraucherorganisationen durchgeführt.

Unfallschutz und Handhabung teils unzureichend
 Kein Modell konnte gleichermaßen bei Unfallschutz und Handhabung punkten. Verzichten sollte man darauf trotzdem nicht. Laut einer US-Studie haben Menschen, die bei einem Fahrradunfall einen Helm tragen, ein um 52 Prozent geringeres Risiko, ein schweres Hirntrauma zu erleiden. Das Risiko, an den Unfallfolgen zu sterben, ist um 44 Prozent niedriger.

Alle Testmodelle puffern Aufprall ab
Alle 17 in Österreich erhältlichen Testmodelle pufferten einen Aufprall deutlich ab und beugen so schweren Kopfverletzungen vor – manche besser als andere. Auch Abus YouDrop und Melon Urban Active, die eine „weniger zufriedenstellende“ Beurteilung erhielten, dämpfen Stöße zwar ordentlich, doch ihre seitlichen Riemen sowie der Kinnriemen können sich lockern. Im schlimmsten Fall verrutscht bei einem Sturz der Helm und kann nicht mehr gut schützen. Insgesamt wurde bei sechs Modellen Verbesserungsbedarf bei Riemen und Schloss festgestellt. Auch die Sichtbarkeit lasse teils zu wünschen übrig – einige bleiben im Dunkeln nahezu unsichtbar, kritisierte der VKI.

Auch Fahrräder zeigten Probleme
Wie wichtig Helme sind, zeigt ein ebenfalls am Dienstag vorgestellter VKI-Test zu Kinderfahrrädern: Einige kleine Testpersonen stürzten dabei durch zu starke Vorderbremsen über den Lenker. Dank der Helme wurde niemand verletzt. Von elf überprüften 14-Zoll-Fahrrädern für Drei- bis Fünfjährige erhielt nur eines eine „gute“ Bewertung. Fünf Räder wurden aufgrund der problematischen Bremsen als „nicht zufriedenstellend“ eingestuft, der Rest war „durchschnittlich“.

„Bremsen zu stark oder zu schwach“
Getestet wurden Marken wie Bulls, Cube, Decathlon, Puky oder Woom, die Modelle kosten 115 bis 533 Euro. Bei vier Rädern seien „die Vorderbremsen gefährlich stark – und zwar bei den getesteten Modellen von Academy, Bachtenkirch, Bikestar und Cube“, berichtete der VKI. Ein weiteres Rad von Dino Bikes fiel wegen einer zu schwachen Hinterbremse durch. Zudem brach beim Belastungstest der Gabelschaft.

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