Im Zoo Schmiding

Freches „Kaiserpaar“ soll für Nachwuchs sorgen

Oberösterreich
23.03.2026 16:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Franz Josef und Sissi – die Neuzugänge im Zoo Schmiding in Krenglbach haben klingende Namen. Natürlich mit Hintergedanken, denn sind die Tiere doch Kaiserschnurrbarttamarine. Die niedlichen Äffchen sind aber nicht nur zur Freude der Besucher eingezogen, sie sollen auch für die Arterhaltung sorgen.

Die beiden Tiere stammen aus anderen europäischen Zoos und fanden nun in Oberösterreich ein neues Zuhause.

Ihr gezwirbelter Schnurrbart erinnert ein wenig an den berühmten österreichischen Monarchen, doch hätten sie in der freien Wildbahn Oberösterreichs keine Freude –  die Tiere sind echte Tropenbewohner und fühlen sich im warmen Lebensraum des Tropenhauses am wohlsten. Extra für die „Hoheiten“ wurde die Anlage adaptiert. Vielfältige Kletterelemente sowie ein naturnah gestaltetes Umfeld bieten den aktiven und neugierigen Affen optimale Bedingungen.

Sie wollen Gummi
Kaiserschnurrbarttamarine stammen aus den Regenwäldern Südamerikas und leben dort in kleinen Familiengruppen hoch oben in den Baumkronen. Besonders spannend: Die Tiere nutzen ihre spezialisierten Schneidezähne, um Baumrinde anzuritzen und an nährstoffreiche Pflanzensäfte und Gummi zu gelangen – eine wichtige Ergänzung ihres Speiseplans. Auch im Zoo wird natürlich auf diese Ernährung Rücksicht genommen, neben Früchten und Insekten erhalten die Tiere gezielt diesen speziellen Ersatzstoff, Gummi Arabicum, angeboten.

(Bild: Zoo Schmiding/Peter Sterns)
(Bild: Zoo Schmiding/Peter Sterns)
(Bild: Zoo Schmiding/Peter Sterns)

Papas sind die „Lasttiere“ der Familie
Auffällig ist auch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten: Bei Kaiserschnurrbarttamarinen übernehmen vor allem die Männchen eine zentrale Rolle in der Jungtieraufzucht. Sie tragen den Nachwuchs oft die meiste Zeit auf dem Rücken und übergeben ihn lediglich zum Säugen an das Weibchen. Dieses enge Zusammenspiel innerhalb der Gruppe macht laut den Experten des Zoos die Tiere besonders interessant für die Beobachtung.

Arterhaltung ist nun „kaiserliche Pflicht“
Auch bei Kaiser Franz Josef und Sissi stehen die Zeichen auf Zukunft: Das harmonische Verhalten des Paares lässt hoffen, dass sich bald Nachwuchs einstellt. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wäre dies ein wichtiger Beitrag zur koordinierten Haltung dieser Art.

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