Im kleinen Pinzgauer Ort Weißbach wird fleißig gebaut. Die Gemeinde ist um leistbares Wohnen bemüht, befragte zuletzt die Bürger, gründete gerade einen Sozialverein und plant einen neuen Kern. Bürgermeister Josef Michael Hohenwarter verrät im „Krone“-Interview Details.
„Weißbach hilft zusammen“ – der Slogan des gerade gegründeten Sozialvereins gilt für mehrere Lebensbereiche. Ehrenamtliche unterstützen Menschen im Ort, die Hilfe brauchen. Aufgebaut wird das nach Leoganger Modell. „Wir schaffen auch ein Handy an. Es soll so unkompliziert wie möglich ablaufen“, kündigt Ortschef Josef Michael Hohenwarter an.
Die kleine Gemeinde befragte zuletzt auch ihre Bürger. Die Jugend war am Wort. „Mich hat überrascht, dass sich junge Menschen auch bei uns sehr gestresst fühlen“, sagt der Ortschef zu den Ergebnissen. Wünsche wie ein Jugendtreff konnten deponiert werden. In einer zweiten Phase sollen Zugezogene befragt werden.
Stolz ist er darauf, dass es gemessen an der Dorfgröße gerade richtig viel Bautätigkeit gibt. Die Gemeinde verkaufte zweimal acht Bauparzellen. Wichtige Platzreserven für einen neuen Dorfkern gewann Weißbach durch die Verlegung des Weißbaches. Hier geht es im neuen Jahr in die Planung. Hohenwarter: „Wir wollen bis zum Jahresende genau wissen, was wir wollen.“
Er selbst ist gleich in mehreren Funktionen für die Gemeinde da. Als Bürgermeister, in der eigenen Bäckerei (mit 16 Mitarbeitern und Filiale in Saalfelden), als Kaufmann und Obmann von Tourismusverband bis zur Lawinenkommission. Froh ist er, dass die Lawinensituation oberhalb der Bundesstraße jetzt fix digital überwacht wird. Zu all jenen, die verschleuderte Kosten sehen, weil die Winter zuletzt schneeärmer waren, meint er: „Es werden auch wieder härtere Winter kommen.“
In die fast schon endlose Geschichte um den gesperrten Tauernradweg und die Verlegung der Strecke auf die Bundesstraße will er wieder mehr Ruhe bringen: 2026 soll eine dauerhafte Radweg-Lösung entlang der Bundesstraße stehen. Aber: „Der Shuttle wird sicher noch ein Jahr lang in Betrieb sein“, so der Bürgermeister.
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