Gebäude in Flammen
Massive russische Angriffswelle trifft Kiew schwer
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht auf Donnerstag Ziel schwerer russischer Luftangriffe geworden. Es gab laut Behörden mehrere Explosionen. In inoffiziellen Telegramkanälen kursierten Videos brennender Wohngebäude.
Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb im Onlinedienst Telegram, Kiew werde von Russland mit Drohnen und ballistischen Raketen attackiert. Er rief die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen. Es gebe mindestens einen Toten und 16 Verletzte, meldete der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko auf Telegram.
Medien meldeten einen massiven Einsatz der Flugabwehr. Klitschko sprach zudem von einem eingestürzten Wohnhaus, in dessen Trümmern verschüttete Opfer befürchtet würden.
Angriff überzieht ganzes Land
Trümmer abgeschossener Drohnen trafen Gebäude in verschiedenen Stadtteilen, darunter auch Wohnhäuser, so Tkatschenko. Die ukrainische Luftwaffe meldet zudem russische Raketenangriffe auf die Regionen Charkiw, Sumy und Tschernihiw im Norden sowie auf das zentrale Gebiet Poltawa. Angaben zu Opfern liegen zunächst nicht vor.
Nach dem Ende einer dreitägigen Waffenruhe hatte Russland die Ukraine nach Angaben aus Kiew vom Dienstag erneut mit massiven Angriffen überzogen. Am Mittwoch dann wurde die Ukraine tagsüber mit hunderten Drohnen angegriffen. Dabei wurden nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mindestens sechs Menschen getötet.
Moskau greift seit mehr als vier Jahren die Ukraine mit Drohnen und Raketen an. Die von den USA vorangetriebenen Bemühungen zur Beendigung des Krieges sind seit Beginn des Iran-Krieges ins Stocken geraten.
Die jüngsten Attacken gehörten zu den längsten Luftangriffen in mehr als vier Jahren Krieg. Schon den ganzen Mittwoch über hatte die russische Armee Drohnenangriffe auf die Ukraine geflogen, wobei solche Attacken über Tag ungewöhnlich sind. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von mehr als 800 Drohnen. Mindestens sechs Menschen seien getötet und Dutzende verletzt worden. Selenskyj bezeichnete die Angriffe als „Terror“.
Selenskyj setzt auf Trumps Einfluss in China
„Es ist sicherlich kein Zufall, dass einer der längsten massiven russischen Angriffe gegen die Ukraine gerade zu dem Zeitpunkt stattfand, als der Präsident der Vereinigten Staaten zu einem Besuch in China eintraf – einem Besuch, von dem sich viele viel versprechen“, sagte Selenskyj.
Er hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass US-Präsident Donald Trump auf China einwirken möge, damit die Volksrepublik ihre Unterstützung für den russischen Angriffskrieg beendet.
Die russischen Angriffe am Tag trafen Ziele bis in den äußersten Westen der Ukraine in den Transkarpaten. Die Slowakei schloss wegen der Gefahr zeitweise die Grenzübergänge in die Ukraine, Ungarn als weiterer Nachbar in der Region äußerte seine Besorgnis. Am Mittwochabend meldete die ukrainische Luftwaffe die Explosion einer russischen Hyperschallrakete vom Typ Kinschal (Dolch) bei einem Einschlag in Starokostjantyniw im Westen, wo eine ukrainische Luftwaffenbasis liegt.
Gleichzeitig flogen abends Schwärme ukrainischer Drohnen auf russisches Gebiet, wie der Telegram-Kanal „Dronebomber“ meldete. Ein Angriffsziel schienen erneut russische Erdölanlagen am Finnischen Meerbusen zu sein.









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