Die deutsche Sängerin Nina Hagen hat gerade ein Gospelalbum („Highway to Heaven“) aufgenommen und anlässlich dazu über Religion und Gott gesprochen. Ihrer ungewöhnlichen Ansicht nach haben Punkrock und Jesus Christus mehrere Sachen gemeinsam ...
„Also Jesus war einer der Ur-Punks überhaupt. Er hat sich immer für die Gerechtigkeit ausgesprochen“, sagte die 71-Jährige. Es habe ihn nicht gekümmert, was Autoritäten sagten, stattdessen habe er sich für Nächstenliebe eingesetzt. Gott habe sie immer wieder „aus diesem Mist“ herausgeholt, sagte die Sängerin rückblickend. Damit bezog sie sich unter anderem auf ihren früheren Drogenkonsum und das jahrelange Rauchen von Zigaretten. Sie sei immer wieder „in die letzten Dreckpfützen gefallen“ und habe Sachen falsch gemacht, schilderte Nina Hagen weiter.
Menschen würden Gott durchaus vertrauen wollen, aber der Institution Kirche einen Denkzettel verpassen. Hagen kritisiert die katholische Kirche etwa für den Umgang mit Missbrauchsfällen, Heiligsprechungen und Reliquien seien befremdlich. „Die katholische Kirche ist doch eigentlich ein einziger Gruselverein, wenn man mich fragt.“
„Alle wollen in den Himmel“
In einem Song ihres neuen Albums dichtet die Künstlerin nicht nur eine Referenz auf den Dramatiker Bertolt Brecht, den sie bereits seit ihrer Jugend in der DDR verehrt, sondern sie schaut auch auf das Sterben. „Alle wollen in den Himmel, aber keiner hat Bock auf den Tod“, singt sie darin. Angst vor dem Tod hat sie laut eigener Aussage nicht. Gott werde den Menschen dann einen neuen, himmlischen Raumanzug schenken.
Hagen wird auch „Godmother of Punk“ genannt, was sie selbst zutreffend findet. „Naja, also ich bin ja eine Kirche“, aus ihr kämen lauter musikalische Gospelverkündungen. Ihr Album „Highway to Heaven“, das 14 Lieder enthält, erscheint am 27. März. Hagen wurde vor allem mit dem Schlager „Du hast den Farbfilm vergessen“ in der DDR bekannt, dieses Lied wünschte sich die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrem Abschied beim Großen Zapfenstreich.
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