Der renommierte Schmerzmediziner Prof. Rudolf Likar aus Klagenfurt und der Apotheker Dr. Dominik Schantl über die vielseitigen Anwendung und Gefahren von Hanfprodukten.
Eigentlich sollte das vorliegende Buch nicht „Dr. Cannabis“ heißen, sondern „Professor Cannabis“, hält Dr. Thomas Herdegen, international tätiger und mit dem deutschen Schmerzpreis ausgezeichneter Professor für Klinische Pharmakologie zum Buch der Kollegen fest.
Cannabis Pflanze als „bester Doktor“
Und die Autoren schicken voraus: „Es war an der Zeit, die Mythen von der Realität zu trennen, die Wissenschaft in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig die menschliche Seite nicht zu vergessen. Denn am Ende geht es nicht um Politik oder Ideologie, sondern um Menschen, die leiden – und um eine Pflanze, die ihnen helfen kann. Sie ist der beste Doktor“, schreiben Professor Dr. Rudolf Likar, Primarius und Schmerzspezialist, sowie Dr. Dominik Schantl, der in Spittal ein Pharma-Labor betreibt.
Sie holen in ihrem Werk über Cannabis weit aus. Etwa in die Jahrtausende zurückreichende Geschichte dieser Nutz- und Heilpflanze Hanf, die schon Kaiserin Maria Theresia bei Schlafproblemen geholfen hat.
Viele faszinierende Inhaltsstoffe
Und sie beschreiben auch generell die Mysterien der Inhaltsstoffe derartiger „pflanzlicher Ärzte“, mit denen sich Dr. Likar schon in einem seiner in der Vergangenheit erschienenen Bücher über die wirksamen Arzneien aus Klosterapotheken beschäftigt hatte: „Ein einfaches Gänseblümchen etwa beherbergt 150 Substanzen. Das ist faszinierend. Und beim Hanf sind bisher etwa 120 Cannabinoide bekannt. Aber wir wissen trotz intensiver Forschung noch immer nicht, was in diesem Orchester an Wirkstoffen genau wie und wogegen funktioniert. Und da kommen wir dann an die Probleme der wissenschaftlichen Evidenz, die bis heute den Einsatz dieser wertvollen Arzneien bremsen.“
Steigerung der Lebensqualität durch den richtigen Einsatz
Likar kehrte gerade erst von einem internationalen Cannabis-Kongress in Polen zurück, wo auch über neue Studien berichtet und diskutiert wurde. Etwa darüber, dass bei richtigem Einsatz von Cannabis, sowie CBD und CBG die Lebensqualität von Patienten stark gesteigert werden kann. „Schmerzen sind oft nicht weg, aber erträglicher“. Und es gibt positive Wirkungen auf einer Unzahl an medizinischen Gebieten; von Schlafproblemen eben über Schmerzen aller Art bis hin zur Krebs-Behandlung. „Als Zusatz-Therapie im Konzert mit anderen Medikamenten“, stellt Dr. Likar klar.
Wichtig sei vor allem die Reinheit der für die Mittel, etwa die CBD/CBG-Öle, verwendeten Substanzen. Und dass hohe Dosierungen immer in die Hände von erfahrenen Ärzten gehörten. Was heute aber generell längst mehr Akzeptanz finde. „Der Trend geht zur Natur. Und Hanf ist Natur.“
Mit Likars Namen und ihm selbst als wissenschaftlichem Berater wird in Kärnten übrigens seit dem Vorjahr auch eine Serie an CBD und CBG-Ölen hergestellt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.