Das österreichische Filmfestival Diagonale scheut sich nicht wie die Berlinale vor ernsten Debatten, das machten die Intendanten bei der Programmpräsentation klar. Auch viele der 149 Produktionen beschäftigen sich mit brisanten Themen. Los geht's am 18. März.
Während die Berlinale sich heuer am liebsten aus allem raushalten wollte, zeigt sich das Leitungsduo des Grazer Filmfestivals Diagonale bei der Programmpräsentation mutiger: „Wir befinden uns in denkwürdigen Zeiten, die gehen auch an der Diagonale nicht spurlos vorbei. Festivals sind Orte der Auseinandersetzung“, so Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh. Zudem schwappt die Weltpolitik auch brandaktuell aufs Festival über: Zwei iranische Regisseure können wohl nicht anreisen, zu einem davon konnte man auch noch keinen Kontakt herstellen.
Brennende Themen und aktuelle Fragen verhandeln viele der 149 Filme, die von 18. bis 23. März in Graz gezeigt werden. Das geht schon beim Eröffnungsfilm „Rose“ von Markus Schleinzer los, für den Hauptdarstellerin Sandra Hüller in Berlin den Silbernen Bären bekommen hat und der den Freiheitsbegriff verhandelt: „Jetzt schon ein Höhepunkt des Kinojahres“, freuen sich die Intendanten.
Viele Austro-Stars und ein Oscar-Preisträger
Natürlich wartet aber auch leichtere Kost. Da gibt es etwa die Culture-Clash-Comedy „The Stories“ mit Valerie Pachner, die schwungvolle Komödie „AMS – Arbeit Muss Sein“ von Sebastian Brauneis mit Neo-„Tatort“-Kommissar Laurence Rupp und Marie-Luise Stockinger oder „Mit und ohne Simone“ von Mirjam Unger, in dem Adele Neuhauser und Axel Milberg ein uneinsichtig zerstrittenes Ehepaar spielen.
Internationales Flair bringt der niederländische oscargekrönte Regisseur Mike van Diem („Karakter“) mit, der in Graz seinen in Österreich gedrehten Film „Our Girls“ vorstellen wird, ein Familien-Psychodrama, in dem u. a. Karl Markovics zu sehen sein wird.
Bei der von David Scheid moderierten Eröffnungsgala am 18. März wird Darstellerin Hilde Dalik („Vorstadtweiber“, „Wie kommen wir da wieder raus?“) den Großen Diagonale-Schauspielpreis für ihre Verdienste um die österreichische Filmkultur entgegennehmen. Die Preisverleihung findet am 23. März statt und vergibt Auszeichnungen um insgesamt 128.500 Euro. Im Hauptbewerb um den besten Spielfilm treten elf österreichische Filme an, darunter „Vier minus drei“ von Adrian Goiginger oder „Welcome Home Baby“ von Andreas Prochaska.
Wer dabei sein möchte: Das Programm ist bereits vollständig online und der Ticketverkauf startet am 14. März um 10 Uhr (diagonale.at/tickets).
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