Kritik & Verwunderung

Initiative fordert Rücktritt der NÖ-Spitalsbosse

Niederösterreich
19.03.2026 18:00

Bedrohlich schlechter wird die Gesundheitsversorgung in der Region, meint „Lebensader W4“ und fordert den Rücktritt des gesamten Vorstandes der Landesgesundheitsagentur (LGA). Diese und Spitalslandesrat Anton Kasser reagieren überrascht und verwundert.

Vor allem die Verschlechterung der stationären Gesundheitsversorgung im Bezirk Gmünd wird angeprangert. Und auch „unwahre Behauptungen“ der Landesgesundheitsagentur (LGA) im Zuge der Spitalsdebatte sowie die Demontage und dramatische Aushöhlung der gut funktionierenden Klinikstruktur von Gmünd.

Rücktritt aller Vorstände gefordert
Diese Gründe führt die Initiative „Lebensader W4“ rund um den einstigen Gmünder Primarius Hans-Martin Vischer an, um den Rücktritt aller drei LGA-Vorstände Elisabeth Bräutigam, Bernhard Kadlec und Gerhard Dafert zu fordern. Die Rolle der Chefs „verpflichtet zu Führung, Verantwortung und der Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen“, heißt es. Beim Jänner-Gespräch mit Landesrat Anton Kasser und LGA-Chefin Bräutigam hätte man vereinbart, dass man bei der Planung eines Alternativkonzepts miteingebunden werde, bis Ende Februar sollten Planungen vorliegen.

Initiative sei Angebot nicht nachgekommen
Verwundert reagiert die LGA, denn Vischer sei dem Angebot, Konzeptinhalte mit der ärztlichen Direktorin Julia Dlask auszutauschen, nicht nachgekommen. Man habe Ersatzstrukturen wie Akut-Geriatrie und Remobilisation in Waidhofen an der Thaya aufgebaut. Überrascht gibt sich auch Kasser: „Wir können gerne über das Konzept reden, wenn es fertig ist. Da sind wir auf einem guten Weg, aber das gibt es noch nicht.“

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