Der Vorarlberger Getränkehersteller Pfanner kann sich für das Jahr 2025 einerseits über ein Umsatzplus freuen, andererseits arbeiten nun erstmals Vertreter der sechsten Familiengeneration im Unternehmen mit.
Der Vorarlberger Fruchtsafthersteller Pfanner hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von 455 um gut ein Prozent auf 460 Millionen Euro gesteigert. Pfanner sprach in einer Aussendung am Donnerstag von einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, auch 2026 sei bisher „geprägt von zurückhaltendem Konsum und hohen Anforderungen“.
Zu weiteren Kennzahlen macht das Familienunternehmen traditionell keine Angaben. In der Gruppe habe man im vergangenen Jahr rund 25 Millionen Euro investiert, Schwerpunkt war dabei der Stammsitz in Lauterach. Heuer sind Investitionen von rund 35 Millionen Euro geplant. Diese sollen etwa in eine neue Dosenanlage fließen, um der steigenden Nachfrage nach Dosenprodukten gerecht zu werden. Weiter ausgebaut werden sollen zudem die Lagerkapazitäten und die Digitalisierung.
Obwohl sich die Rohstofflage etwas entspannt habe, bleibe das Marktumfeld anspruchsvoll. Auf verändertes, zurückhaltendes Konsumverhalten müsse man flexibel und mit kontinuierlichen Innovationen reagieren, erklärte Peter Pfanner.
Sechste Generation steigt ein
Trotzdem gibt es im Unternehmen Grund für Optimismus: Mit dem Ausscheiden von Vertriebs- und Marketingvorstand Hans Lanzinger im Jänner nach 30 Jahren im Unternehmen setzt sich das Gremium künftig aus Peter Pfanner (Vertrieb und Einkauf), Hermann Pfanner (Produktion) und Daniel Prahl (Finanzen) zusammen. Mit Richard Pfanner, Geschäftsführer Produktion der Hermann Pfanner Getränke GmbH, und Maximilian Pfanner als Marketingleiter haben nun Vertreter der sechsten Familiengeneration zentrale Aufgaben im Betrieb übernommen, ein „wichtiger Meilenstein in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Familienunternehmens“.
Die in ihren Ursprüngen 1856 gegründete Pfanner Gruppe hat nach eigenen Angaben einen Exportanteil von rund 88 Prozent. Hauptmärkte sind Österreich, Deutschland, Italien und Tschechien. Weltweit ist man in über 80 Ländern aktiv, Produktionsstätten gibt es in Lauterach, Enns, Hamburg, im italienischen Policoro und in Bar in der Ukraine. Das Unternehmen beschäftigt rund 1020 Mitarbeitende, davon 580 allein in Österreich.
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