Die Vorarlberger Seniorenbundobfrau Andrea Schwarzmann hat sich in einem offenen Brief an die „Post AG“ gewandt. Sie beklagt, dass es im Ländle zu wenige Briefkästen gebe, wodurch insbesondere ältere Menschen benachteiligt würden.
Wörtlich heißt es in dem Schreiben von Schwarzmann: „Im Namen der Seniorinnen und Senioren in Vorarlberg richte ich einen dringenden Appell an die Post AG, die Aufstellung von Briefkästen zu forcieren. Wir sind uns natürlich bewusst, dass aufgrund der Digitalisierung die normale Briefpost rückläufig ist. Aber vor allem für die ältere Generation, die nicht so mobil ist und nicht nur digital kommunizieren kann, ist ein Brief nach wie vor von großer Wichtigkeit. Gerade deshalb muss ein Briefkasten gut erreichbar sein.“
„Problematische Entwicklungen“
Die Seniorenbund-Obfrau beklagt, dass in jüngerer Vergangenheit sogar in Wohngebieten mit mehr als 1000 Einwohnern ohne Begründung Briefkästen entfernt worden wären. Trotz Intervention und Beschaffung eines neuen Standortes sei die Post nicht bereit gewesen, einen neuen Sammelkasten aufzustellen. „Dies sind Entwicklungen, die gerade für die ältere Generation sehr problematisch sind“, so Schwarzmann.
Post sieht Versorgungsauftrag erfüllt
Bei der Post sieht man sich indes zu Unrecht in der Kritik. Das Unternehmen betont, dass es in Vorarlberg immerhin 360 Briefkästen gebe, womit die Vorgaben des Postmarktgesetzes deutlich eingehalten würden. Zur Erklärung: Laut Gesetz muss in bebauten Gebieten innerhalb eines Kilometers ein Briefkasten erreichbar sein. Zudem verweist das Unternehmen auf den starken Rückgang des Briefaufkommens, seit 2008 sei das Briefgeschäft um rund 60 Prozent eingebrochen. Daher überprüfe man die Briefkasten-Standorte regelmäßig und passe sie bei Bedarf an.
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