„Atelier by F.P.“

Weit mehr als nur ein Ort zum Haareschneiden

Vorarlberg
18.05.2026 08:45

Felicitas Peschka (30) erfüllt sich in Rankweil mit ihrem „Atelier by F.P.“ den Traum vom eigenen Friseursalon. Die „Krone“ hat die Unternehmerin in ihrem neuen beruflichen Domizil besucht. 

Der Berufsstand der Friseure bekommt heutzutage nicht immer die Wertschätzung, die ihm gebühren würde. Obwohl spätestens seit den Lockdowns jedem klar sein müsste, dass ein frischer Haarschnitt einfach zum Wohlbefinden dazugehört. Eine kleine Auszeit vom Alltag samt neuem Look gibt es jetzt auch in der Ringstraße 39 in Rankweil. Wenn Felicitas Peschka über Haare, Menschen und ihren Salon spricht, merkt man ziemlich schnell, dass für sie nie ein anderer Beruf infrage gekommen wäre. Da sind Energie, Leidenschaft und dieses ehrliche Funkeln in den Augen.

Friseurin zu werden war für sie mehr als nur eine von mehreren Joboptionen, vielmehr folgte sie ihrem Bauchgefühl. Kreativität, Menschen und das Arbeiten mit Schönheit und Persönlichkeit haben sie schon als Jugendliche fasziniert. Ihre Ausbildung begann sie im Betrieb ihres Bruders – und genau dort entwickelte sich aus erstem Interesse eine echte Passion.

Der Wunsch nach einer Veränderung 
Doch im vergangenen Jahr entstand in ihr ein Gefühl, das sich irgendwann nicht mehr ignorieren ließ. „Innerlich hat einfach etwas in mir nach Veränderung geschrien.“ Es war kein lauter Knall. Eher ein stilles Bohren, das immer stärker wurde. Viel Nachdenken. Viel Reflektieren. Viele Momente allein mit sich selbst. Und dann war die Idee plötzlich da: Warum nicht etwas Eigenes schaffen? Heute, nach über 15 Jahren Berufserfahrung, hat sie den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und sich in Rankweil ihren eigenen Salon aufgebaut. Und wer mit ihr spricht, merkt schnell: Für Felicitas geht es um weit mehr als nur um Haare. „Für mich gibt es nichts Schöneres, als wenn Menschen den Salon verlassen und wieder lachen“, sagt sie. Genau das beschreibt auch ihre Philosophie. Natürlich spielen Schnitt, Farbe und Styling eine große Rolle – aber das Zwischenmenschliche ist für sie mindestens genauso wichtig.

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Für mich gibt es nichts Schöneres, als wenn Menschen den Salon verlassen und wieder lachen.

Felicitas Peschka

Kurz dem Alltag entfliehen
Denn viele Kunden kommen nicht nur wegen einer neuen Frisur, sondern auch, um kurz dem Alltag zu entfliehen. Ein Friseurbesuch ist für sie wie ein Wellnessprogramm. Egal, ob jemand nur schnell zum Nachschneiden kommt oder mehrere Stunden für Farbe und Styling im Salon verbringt – diese Zeit soll sich leicht, entspannt und angenehm anfühlen. Dabei entstehen oft sehr persönliche Gespräche. „Man ist den Menschen beim Friseur unglaublich nah“, sagt Felicitas. Bereits beim Haarewaschen entstehe eine gewisse Vertrautheit. Viele öffnen sich, erzählen von Stress, Sorgen oder schwierigen Phasen in ihrem Leben. Für Felicitas gehört dieses Zuhören selbstverständlich zum Beruf dazu. Sie beschreibt sich selbst als „gute Seele“, als jemand, der immer ein offenes Ohr hat – privat genauso wie im Salon.

Für ein Gespräch ist immer Zeit.
Für ein Gespräch ist immer Zeit.(Bild: zvg/ Kameramarc)

Die Marktgemeinde Rankweil als neue Heimat
Für ihren eigenen Salon hat Felicitas bewusst den Standort Rankweil gewählt. Sie zog selbst von Dornbirn in die Marktgemeinde und wollte auch beruflich dort ankommen. „Rankweil entwickelt sich toll“, erzählt sie begeistert. Die Gemeinde wachse, es entstehe viel Neues und gleichzeitig habe der Ort eine angenehme Atmosphäre. Außerdem schätzt sie die kurzen Wege – zum Salon kann sie einfach laufen oder mit dem Fahrrad fahren. Die Einrichtung ihres beruflichen Domizils trägt klar ihre Handschrift. Wer sie kennt, erkennt Felicitas sofort darin wieder. „Ich trage fast immer Schwarz“, sagt sie lachend. Genau deshalb dominieren dunkle, moderne Elemente den Raum. Gleichzeitig sorgen Blumen, Deko-Gegenstände und gemütliche Details dafür, dass sich der Salon eher wie ein stilvolles Wohnzimmer anfühlt als ein klassischer Friseurbetrieb.

Blondinen haben mehr Spaß im Leben
Handwerklich sieht sich Peschka als Allrounderin. Damenhaarschnitte, Herrenfrisuren, Kinder oder kreative Trendlooks – sie arbeitet unglaublich vielseitig. Trotzdem gibt es etwas, für das sie besonders bekannt ist: Felicitas ist ein Profi für die Farbe Blond. Von klassischen Highlights bis hin zu aufwendigen Blondierungen – das ist ihr Spezialgebiet. Vielleicht auch deshalb, weil sie selbst seit vielen Jahren Blondine ist und genau weiß, worauf es dabei ankommt. „Blond muss man verstehen“, sagt sie. Die richtige Technik, Pflege und das Gefühl für Farbnuancen seien dabei entscheidend. Aktuelle Trends verfolgt sie über Social Media. Instagram und TikTok gehören längst zum Berufsalltag. Dort entstehen neue Ideen, Farbtechniken und Stylingtrends oft innerhalb weniger Tage.

Am Ende sollen alle mit dem Ergebnis glücklich sein.
Am Ende sollen alle mit dem Ergebnis glücklich sein.(Bild: zvg/ Kameramarc)

Trotz aller Kreativität bleibt die 30-jährige Haarstylistin immer realistisch. Wenn ein Wunsch nicht umsetzbar ist, spricht sie das offen an. „Es bringt nichts, jemandem etwas zu versprechen, das am Ende nicht funktioniert.“ Gerade bei extremen Farbveränderungen oder unrealistischen Vorstellungen sei Ehrlichkeit wichtig. Lieber gemeinsam eine passende Alternative finden, als falsche Erwartungen zu wecken. Auch wenn einmal etwas nicht perfekt läuft, setzt sie auf offene Kommunikation. Kunden sollen ehrlich sagen dürfen, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Denn genau daraus könne man lernen und besser werden.

Eine Werkstatt, in der etwas entsteht
Der Name ihres Salons ist bewusst schlicht gehalten: „Atelier“ steht für Kreativität – eine Werkstatt, in der etwas entsteht. Die Initialen F.P. stehen natürlich für ihren Namen. Dazu kommt ihr persönlicher Leitsatz: „Jeder Stil trägt Seele.“ Und genau das möchte sie vermitteln. Jeder Mensch soll sich wohlfühlen dürfen – unabhängig von Aussehen und Stil. Vielleicht ist genau das der Grund, warum sich ihre Kunden bei ihr nicht nur schöner, sondern oft auch ein wenig leichter fühlen, wenn sie den Salon wieder verlassen.

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