Derzeit sollen es an die vier Millionen Binnenflüchtlinge sein, die im Iran wegen der US-amerikanischen und israelischen Angriffe ihre Heimat verlassen mussten. Und im Libanon sind etwa 700.000 Menschen wegen der Angriffe Israels auf der Flucht. Und sollte der Krieg länger andauern, wird ein guter Teil dieser Menschen versuchen, in Richtung Westen – wohl über die Türkei – nach Europa zu gelangen.
EINERSEITS gibt es nun seit exakt zehn Jahren das Abkommen der EU mit der Türkei, wonach Flüchtlinge dort gewissermaßen aufgefangen werden sollen, um geordneten Asylverfahren zugeführt zu werden.
ANDERERSEITS hat dieses Abkommen mit der Türkei, so wie ähnliche mit nordafrikanischen Staaten, den Asyl-Ansturm allenfalls mindern, aber nicht wirklich stoppen können. Überdies musste die EU dafür Milliarden-Zahlungen leisten und ist dazu noch politisch von den Partnerstaaten erpressbar.
Die im neuen Asylpakt der EU geplanten Auffang-Zentren an den EU-Außengrenzen sind bekanntlich vorläufig reines Wunschdenken. Und dort, wo sie realisiert wurden, wie etwa von den Italienern in Albanien, werden sie von der eigenen Justiz innerhalb der EU wegen hanebüchener Menschenrechtsbedenken ausgehebelt.
Da können wir also nur hoffen, dass der gegenwärtige Nahost-Krieg rasch endet und die Dämme von den Millionen potenziellen Flüchtlingen nicht durchbrochen werden. Ansonsten: wehe Europa!
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