Der im Vorjahr im Alter von 65 Jahren verstorbene Hollywoodstar Val Kilmer („Top Gun“, „Batman Forever“) wird posthum im Film „As Deep as the Grave“ („So tief wie das Grab“) zu sehen sein. Möglich sei dies dank generativer Künstlicher Intelligenz, wie die Produktionsfirma First Line Films mitteilte.
Kilmer war ursprünglich für die Rolle eines katholischen Priesters und indigenen Spirituellen gecastet worden, konnte aber aufgrund seiner Krebserkrankung nicht drehen.
Tochter ermöglichte die KI-Rolle
In enger Zusammenarbeit mit Kilmers Nachlassverwaltung und seiner Tochter Mercedes wurde die Entscheidung getroffen, die KI-Technologie einzusetzen, um Kilmers tiefe persönliche Beziehung zu der Filmrolle zu ehren. „Als Kilmer die Rolle bekam, äußerte er, dass ihn die Figur sowohl kulturell als auch spirituell anspreche“, so First Line Films in einer Pressemitteilung. Dabei verwies das Unternehmen auf Kilmers indigene Herkunft und seine langjährige Liebe zum amerikanischen Südwesten.
Geschichte der Navajo
„As Deep as the Grave“, geschrieben und inszeniert von Coerte Voorhees, begleitet die Archäologen Ann Morris (gespielt von Abigail Lawrie, bekannt aus „Tin Star“) und Earl Morris (gespielt von Tom Felton, bekannt aus „Harry Potter“). Im Mittelpunkt des Films stehen ihre Ausgrabungen im Canyon de Chelly in Arizona, während gleichzeitig die Geschichte und die Lebensrealität der Navajo beleuchtet werden.
Freilich wurden schon früher verstorbene Schauspieler mittels CGI-Technik , Bodydoubles oder Filmmaterial in Filmen wiedererweckt, um diese fertigzustellen. Dennoch dürfte es für Hollywood ein Schock sein, dass nun das digitale Abbild eines Menschen nach seinem Tod in einer Filmrolle „vor der Kamera“ steht. Und was bedeutet es für die Branche, die erst am Wochenende bei den Oscars die besten Schauspieler für ihre Leistung geehrt hat?
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