Briten in Sorge
Schon 20 Meningitis-Fälle in englischer Grafschaft
Ein schwerer Meningokokken-Ausbruch im Südosten Englands hat bereits zwei Menschenleben gefordert. Und die Sorgen bei den Briten wachsen weiter, denn seit Dienstag ist die Zahl der Meningitis-Fälle auf insgesamt 20 angestiegen. Die Gesundheitsbehörden sprechen von einem „beispiellosen“ Vorfall.
Bei allen Betroffenen handelt es sich um junge Erwachsene. Unter den Todesopfern sind ein 21-jähriger Student der University of Kent und eine Schülerin aus der Stadt Faversham. Ein Großteil der Infektionen lässt sich den Angaben nach auf den Besuch eines Nachtklubs in Canterbury Anfang März zurückführen.
Gezieltes Impfprogramm startet
Als Reaktion auf die Infektionswelle haben die Behörden in der Region bereits rund 2500 Dosen Antibiotika verabreicht. Zudem startet nun in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Gesundheitsdienst NHS ein gezieltes Impfprogramm gegen Meningokokken der Serogruppe B, teilten die Behörden weiter mit.
Junge Menschen besonders gefährdet
Dieses Angebot richtet sich zunächst an 5000 Studenten, die auf dem Campus in Canterbury wohnen. Junge Menschen gelten als besonders gefährdet, da sie an Universitäten oft engen Kontakt zu anderen haben, die die Bakterien unwissentlich in sich tragen könnten.
Meningokokken sind Bakterien, die schwere und in seltenen Fällen lebensbedrohliche Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) verursachen können. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen.









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