Achtung Kostenfalle

Deshalb kann der Urlaub jetzt noch teurer werden

Ausland
18.03.2026 14:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Urlauber müssen immer tiefer in die Tasche greifen. Neben den allgemeinen Kostensteigerungen wird für besonders beliebte Reiseziele wie etwa Venedig Eintritt verlangt.

„Viele beliebte Urlaubsdestinationen haben in den vergangenen Jahren neue Gebühren eingeführt oder bestehende erhöht. So sind für Tagestouristinnen und -touristen mitunter auch Wanderwege - beispielsweise auf Madeira – kostenpflichtig. Das ist eine Reaktion auf Overtourism und überfüllte Hotspots“, brachte ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek ein Beispiel.

Slots mit Gebühren in US-Nationalparks und auf Madeiras Wanderwegen
Speziell in Naturschutzgebieten würden immer häufiger Gebühren eingehoben, so der ÖAMTC. Besuchende ausgewählter Nationalparks in den USA müssen seit Jänner 2026 – zusätzlich zum regulären Eintrittsticket – 100 US-Dollar (86,72 Euro) pro Person bezahlen und teilweise sogar einen Zeitslot mitbuchen.

In Madeira gilt seit Jahresbeginn eine neue Regelung zum Schutz der Wanderwege: Für bestimmte Routen müssen Besucher – für alle, auch für Kinder verpflichtend – über die Plattform „SIMplifica“ auf dem Regierungsportal der Insel vorab ein Zeitfenster reservieren. Für Touristen kostet der Zugang zu einem Wanderweg 4,50 Euro pro Person (ab zwölf Jahren). Alternativ gibt es Tages-, Drei- oder Sieben-Tage-Tickets, mit denen mehrere Routen kombiniert werden können. Wer ohne Buchung unterwegs ist, riskiert Strafen von bis zu 50 Euro.

Zitat Icon

Bei einer Familie oder einer Gruppenreise können sich Eintrittskosten rasch summieren. 

ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek

„Auch in anderen europäischen Destinationen müssen Naturfans mittlerweile Eintritt bezahlen. Im spanischen Andalusien kostet der Besuch des spektakulären UNESCO-Wanderwegs ,Caminito del Rey‘ rund zehn Euro pro Person“, so Polasek. Auch der Besuch der Felsenlandschaft Adršpach in Tschechien oder der Zugang zur bekannten geothermischen Lagune ‘Blue Lagoon‘ in Island ist bereits kostenpflichtig.

Zwei Euro, wenn man zum Trevi-Brunnen möchte
Nicht nur Naturgebiete, auch andere Tourismus-Hotspots reagierten auf den starken Andrang. „Seit Februar 2026 kostet der Zugang zum berühmten Trevi-Brunnen in Rom zwei Euro pro Person. Der Blick auf den Brunnen von der Piazza aus bleibt allerdings weiterhin kostenlos - bezahlen muss nur, wer direkt an das Wasserbecken möchte“, so Polasek. Kreuzfahrt-Passagiere müssen in beliebten griechischen Häfen beim Landgang eine Gebühr entrichten. Auf Santorin und Mykonos sind das in der Hochsaison 20 Euro pro Person.

Damit zusätzliche Gebühren nicht zur unangenehmen Überraschung werden, empfahl die ÖAMTC-Reiseexpertin, das Urlaubsbudget frühzeitig zu planen. „Auch wenn einzelne Gebühren oft gering erscheinen – bei einer Familie oder einer Gruppenreise können sich Eintrittskosten rasch summieren und die Gesamtkosten können damit deutlich höher ausfallen, als ursprünglich gedacht“, betonte Polasek.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt