Wegen Klimawandel

Wasserwirtschaftsstrategie muss angepasst werden

Vorarlberg
18.03.2026 09:30
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Wasser als Vorarlbergs „wertvollster Bodenschatz“ soll einerseits nachhaltig genutzt, andererseits geschützt werden. Auch die Versorgung mit Trinkwasser spielt eine wesentliche Rolle. 

Die neue Wasserwirtschaftsstrategie des Landes stützt sich auf drei Säulen. Neben dem Schutz vor Naturgefahren und der energiewirtschaftlichen Nutzung von Gewässern geht es um den effizienten Umgang mit der Ressource Wasser: „Andere mögen Öl haben, wir haben Wasser – unser wertvollster Bodenschatz“, sagte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Dienstag.

Für Herausforderungen sorgt der Klimawandel. „Die Jahresniederschlagsmenge wird laut Prognosen unverändert bleiben, aber sie wird sich wesentlich verschieben – vom Sommer hin zu den Wintermonaten“, betonte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP). „Die Starkniederschläge werden zunehmen – mit Folgen wie Muren, Lawinen oder Hochwasser.“ Zugleich drohten im Sommer längere Hitzeperioden mit Begleiterscheinungen wie einer höheren Verdunstung und geringeren Abflussmengen. Das Land will darum nicht nur neue Quellen und Grundwasserbrunnen erschließen: Zur Absicherung der Wasserversorgung soll auch in Verbundleitungen investiert werden. Im Bregenzerwald steht ein solches Projekt schon kurz vor der Einreichung: Zehn Gemeinden sollen durch eine neue Trinkwasserleitung miteinander vernetzt werden. Diese können sich dann gegenseitig bei Bedarf mit Trinkwasser versorgen. 

Gleichermaßen sieht die neue Wasserwirtschaftsstrategie des Landes Investitionen in die Sanierung, Instandhaltung und Ausweitung der Kapazitäten von Kläranlagen vor. Denn steigende Gewässertemperaturen verringern nicht nur die Reinigungsleistung der Anlagen, wärmeres und nährstoffreiches Abwasser im Ablauf beschleunigt auch den Sauerstoffschwund in den Gewässern unterhalb der Kläranlagen – was zu ökologischen Kipppunkten führen kann.

Flüsse im Schatten
In Zukunft werde daher auch die Beschattung von Flüssen zum Thema werden, etwa am Unterlauf der Dornbirner Ache oder am Lustenauer Kanal, betonte der Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft im Land, Wolfram Hanefeld, bei der Pressekonferenz. Am Klausbach hätten etwa 100 Meter Beschattung eine Kühlung der Wassertemperatur um ein Grad Celsius gebracht.

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