Gleich zwei Verdachtsfälle von versuchtem Mord beschäftigen derzeit die Ermittler des LKA Tirol: In Schwaz soll ein Türke (34) einem Landsmann mit einem Messer einen Bauchstich verpasst und diesen lebensbedrohlich verletzt haben. Und in Wörgl (Bezirk Kufstein) eskalierte ein Streit unter Irakern in einer Wohnung. Auch dort war ein Messer im Spiel.
Beide Vorfälle liegen schon einige Tage zurück. Die Polizei gab erst am Dienstag Details zu diesen bekannt. Die Bluttat in Schwaz ereignete sich demnach bereits am 9. März. In den Abendstunden war es dort in einem Park zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Türken im Alter von 28 und 34 Jahren gekommen. Grund waren offenbar bereits länger zurückliegende Unstimmigkeiten, wie die Ermittler schildern.
Messer in den Bauch gerammt
Jedenfalls lief der Streit völlig aus dem Ruder. „Die Situation eskalierte und der 34-Jährige versetzte dem 28-Jährigen einen Messerstich in den Bauch. Der Verletzte begab sich daraufhin eigenständig ins Krankenhaus Schwaz, wo er mit lebensbedrohlichen Verletzungen stationär aufgenommen wurde“, so die Ermittler vom Landeskriminalamt.
Der Beschuldigte verweigerte die Aussage und befindet sich in U-Haft. Der 28-Jährige wurde notoperiert, befindet sich inzwischen jedoch außer Lebensgefahr.
Ermittler vom LKA Tirol
Festnahme in Wohnung
Da die Beteiligten keine Anzeige erstattet hätten, erlangte die Polizei erst durch die Übermittlung der Verletzungsanzeige zwei Tage später Kenntnis von der Tat. Der 34-jährige Verdächtige wurde daraufhin von Beamten der Schnellen Interventionsgruppe in seiner Wohnung in Schwaz festgenommen.
„Der Beschuldigte verweigerte die Aussage und befindet sich in U-Haft. Der 28-Jährige wurde notoperiert, befindet sich inzwischen jedoch außer Lebensgefahr.“ Ermittelt werde wegen Verdachts des versuchten Mordes.
Weitere Messertat in Wörgl
Am Samstag kam es dann in Wörgl zu einer weiteren Messertat. Gegen 22 Uhr waren sich zwei Iraker im Alter von 25 und 33 Jahren in die Haare geraten. Der 33-Jährige soll seinen jüngeren Landsmann mit einem Küchenmesser angegriffen und diesem eine Schnittverletzung im Bereich des Oberarms zugefügt haben.
Noch bevor das Opfer Anzeige erstattete, sprach der Beschuldigte später eine Polizeistreife in Wörgl an und bat ohne Angabe von Gründen um seine Festnahme.
Ermittler vom LKA Tirol
Anschließend sei der Verdächtige aus der Wohnung geflüchtet. „Noch bevor das Opfer Anzeige erstattete, sprach der Beschuldigte kurze Zeit später eine Polizeistreife in Wörgl an und bat ohne Angabe von Gründen um seine Festnahme“, schildern die Ermittler. Kurz darauf langte die Anzeige ein.
Aufgrund „seiner psychischen Verfassung“ sei der Beschuldigte zunächst ins Krankenhaus Kufstein eingeliefert worden. Nach seiner Entlassung aus dem Spital wurde der Verdächtige am Montag festgenommen – seither befinde er sich in polizeilichem Gewahrsam. Auch in diesem Fall werden wegen Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.
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