System bricht zusammen

Auf Kuba hat selbst Müllabfuhr keinen Sprit mehr

Ausland
17.02.2026 06:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der US-Würgegriff wird auf Kuba immer sichtbarer: Die durch Donald Trump verursachte Energiekrise hat bereits Auswirkungen auf die Müllabfuhr. Aufgrund des daraus resultierenden Treibstoffmangels seien von 106 Müllwagen nur noch 44 einsatzbereit. 

In der kubanischen Hauptstadt Havanna türmen sich wegen verschärfter US-Sanktionen die Müllberge, berichtet etwa die Nachrichtenagentur Reuters. An den Straßenecken der Hauptstadt stapeln sich Abfälle. „Seit mehr als zehn Tagen ist kein Müllwagen mehr gekommen“, sagte auch ein Anrainer dem staatlichen Nachrichtenportal Cubadebate.

In anderen Städten der Karibikinsel warnten Einwohner in sozialen Medien vor Risiken für die öffentliche Gesundheit. UN-Generalsekretär Antonio Guterres sei sehr besorgt über die Lage, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric am Montag.

Erste Hilfspakete werden geschnürt
Spanien will eigenen Angaben zufolge humanitäre Hilfe in das von einer akuten Wirtschaftskrise betroffene Kuba schicken und dabei Kanäle der UNO nutzen. „Spanien wird Kuba über das System der Vereinten Nationen humanitäre Hilfe in Form von Lebensmitteln und wichtigen medizinischen Produkten zur Verfügung stellen“, erklärte das spanische Außenministerium nach einem Treffen der Außenminister beider Länder in Madrid am Montag.

In der kubanischen Hauptstadt wird sehr viel Müll nicht mehr abgeholt.
In der kubanischen Hauptstadt wird sehr viel Müll nicht mehr abgeholt.(Bild: AP/Ramon Espinosa)

Zuvor hatte bereits Mexiko 800 Tonnen humanitäre Hilfe nach Kuba geliefert. Zwei Marineschiffe mit Hilfsgütern aus Mexiko trafen in der vergangenen Woche in dem Karibikinselstaat ein.

Kuba kämpft seit Tagen mit häufigen Stromausfällen sowie Lebensmittel- und Medikamentenknappheit. Die Regierung hat deshalb Notfallmaßnahmen angeordnet, darunter Beschränkungen für den Treibstoffverkauf und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. 

Was hinter der Krise steckt
Hintergrund ist der Einbruch der nationalen Ölversorgung in den vergangenen zwei Monaten. Venezuela, einst Kubas wichtigster Lieferant, hat seine Lieferungen Mitte Dezember eingestellt. Auch die Regierung in Mexiko stoppte die Transporte, nachdem Washington den Ländern, die Kuba beliefern, mit Zöllen gedroht hatte.

Die USA halten seit 1960 ein Embargo gegen Kuba aufrecht. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat ihre Haltung jedoch in den vergangenen Monaten verschärft und Sanktionen gegen Schiffe verhängt, die Öl auf die Insel bringen. Damit soll der Druck für einen politischen Wandel in Kuba erhöht werden. Die Vereinten Nationen haben die USA wiederholt aufgefordert, das Embargo zu beenden.

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