Unglück in Guatemala
Flugzeugabsturz: Norwegischer Verlags-Erbe tot
Der norwegische Verlags-Erbe Harald Stian Undrum (53) und seine schwangere Frau (26) sind bei einem tragischen Flugzeugabsturz in Guatemala ums Leben gekommen. Auch ein Arzt und ein Fußballspieler waren an Bord – alle vier verloren ihr Leben.
Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Dorfes Vista Hermosa. Rettungskräfte bargen die Leichen aller vier Insassen.
Familie bestätigte seinen Tod
Harald Undrum war Teil einer der reichsten Familien in Norwegen. Angehörige bestätigten seinen Tod gegenüber der norwegischen Zeitung „Dagbladet“. Auch das norwegische Außenministerium bestätigte, dass sich unter den Opfern ein norwegischer Staatsbürger befindet.
Einem Instagram-Video zufolge war Harald Stian Undrum bereits zu Silvester in Guatemala:
Verlags-Erbe wurde als Baby adoptiert
Der 53-Jährige gehörte zur bekannten Schibsted-Familie. Im 19. Jahrhundert gründete der Buchdrucker Christian Schibsted den gleichnamigen Verlag, zu dem heute große norwegische Zeitungen, wie „VG“ und „Aftenposten“ gehören. Undrum wurde nicht in die Familie geboren – er wurde als Baby adoptiert. Seine leibliche Mutter entschied sich bereits vor seiner Geburt dazu, ihn zur Adoption freizugeben. So wurde er zum Mitglied der vermögenden Schibsted-Familie. Seine Adoptivmutter erbte später einen großen Teil des Vermögens. Ein Teil davon wurde unter den Kindern aufgeteilt.
Bewährungsstrafe und finanzielle Probleme
Harald Undrum hatte jedoch kein einfaches Leben. Schon als Kind hatte er Probleme beim Lesen und Schreiben, weshalb er auf eine Spezialschule in London geschickt wurde. 1998 kehrte er dann nach Norwegen zurück. Kurz darauf lieh er einem Finanzier eine größere Geldsumme und geriet selbst in finanzielle Schwierigkeiten. 2005 landete der Fall vor Gericht, Undrum erhielt wegen „unachtsamer Hehlerei“ eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren.
Millionenerbe musste Lkw fahren, um Geld zu verdienen
Danach zog Undrum samt Frau und drei Kindern nach Spanien, wo er als Lkw-Fahrer arbeitete. Schließlich ging auch seine Ehe in die Brüche. Im vergangenen Jahr meldete Undrum persönlichen Konkurs an, obwohl sich laut Berichten noch rund vier Millionen Euro auf seinem Konto befanden. Gleichzeitig ermittelte das norwegische Finanzamt gegen ihn und ließ Immobilien pfänden.
Frau war schwanger
Der Verlags-Erbe schien mit seiner deutlich jüngeren Frau zuletzt ein neues Kapitel begonnen zu haben. Die beiden erwarteten ein Kind. Bislang ist nicht klar, warum sich das Paar in Guatemala aufgehalten hatte.









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