Sprachlosigkeit und Trauer herrschen nach dem tragischen Flugzeugabsturz im Oberkärntner Lendorf. Geschockte Augenzeugen schildern nun ihre Beobachtungen.
Immer wieder halten Autolenker beim völlig zerstörten Kleinflugzeug, das auch Montagmorgen noch am Acker vor der landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof in Lendorf in einem abgesperrten Bereich liegt, an. Die Trauer und Fassungslosigkeit nach dem verheerenden Flugzeugabsturz sind in der gesamten Region groß.
Der tödlich verunglückte Allgemeinmediziner, der im Reißecker Ort Kolbnitz seine Praxis hatte, drehte am Sonntag, wie berichtet, mit seinem Flugzeug eine Runde über seinen Wohnort Pusarnitz. Seine Tochter sah ihm zu und musste das tragische Unglück miterleben. Die Frau des Piloten, selbst Ärztin, versuchte, ihren Mann wiederzubeleben. Doch für den Oberkärntner, der mit seiner Maschine auf dem Weg zu einer Schulung in Ungarn war, kam jede Hilfe zu spät.
„Er liebte und lebte seinen Job“
Sprachlos zeigte sich am Montag auch eine Ortsbewohnerin. „Er war so ein netter und hilfsbereiter Mensch, war immer für alle da. Wenn wir nicht gewusst haben, was wir im Falle von gesundheitlichen Problemen machen sollen, hat er uns auch vom Flugzeug aus alle Anweisungen gegeben, um uns rasch Hilfe leisten zu können“, erzählt Klaudia Maier. „Er liebte und lebte seinen Job als Allgemeinmediziner und das Fliegen.“
„Ich dachte mir, dass es viel zu tief unterwegs ist“
Gehört habe man den schrecklichen Aufprall des Leichtflugzeuges nicht. „Der Flieger ist im Acker dumpf aufgeschlagen, erst als die Sirene heulte, hielten wir Nachschau und sahen die Rauchwolken.“ Maiers Schwester, die sich zu dem Zeitpunkt im Auto befand, beobachtete das Flugzeug, als es noch in der Luft war. Ihr kam das merkwürdig vor: „Es befand sich in kompletter Schräglage, ich dachte mir, dass es viel zu tief unterwegs ist und droht, in Wohnhäuser zu stürzten“, zeigt sich die Frau schockiert.
Den Notruf wählte ein Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof, einer der Ersten, der das tragische Unglück mit ansehen musste. „Für die Einsatzkräfte war diese Tragödie, die uns alle erschüttert hat, belastend“, spricht Bürgermeisterin Marika Lagger-Pöllinger ihr Beileid aus.
Die Unfallursache wird noch ermittelt. Am Montag wurde das Wrack geborgen.
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