Gegenüber dem Jahr 2024 sanken die Verkaufserlöse im Vorjahr um 14 Prozent auf 76 Millionen Euro. Der Voralrberger Strumpf-und Wäschehersteller verzeichnete massive Einbußen im Retail und online.
Der Vorarlberger Textilbetrieb Wolford hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger eingenommen. Der Umsatz sank um 14 Prozent auf 76 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Vor allem das erste Halbjahr 2025 sei weiterhin von makroökonomischen Unsicherheiten und logistischen Störungen geprägt gewesen. In der zweiten Jahreshälfte habe sich die Lage verbessert, unter anderem dank einer deutlichen Erhöhung des Grundkapitals.
Umsatzeinbußen gab es in allen Regionen. Am stärksten betroffen war Nordamerika mit einem Minus von 19 Prozent, gefolgt von Greater China mit minus 18 Prozent und EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) mit minus 12 Prozent.
Schließung von Filialen
Nach Vertriebskanälen ging es im Retail- und Outlet-Bereich um 27 Prozent nach unten. Grund waren den Angaben zufolge Schließungen von nicht-profitablen Filialen. Das vergleichbare Filialnetz habe im Jahresvergleich jedoch ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich verzeichnet, so das Unternehmen. Der Online-Absatz schrumpfte um 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024, während der Großhandel um 17 Prozent wuchs.
Im laufenden Jahr will das Unternehmen seine neue Produktstrategie umsetzen und die Markenrevitalisierung weiter ankurbeln. Wolford steckt bereits seit mehreren Jahren in der Krise. Für 2024 hatte das Unternehmen einen Verlust von rund 52 Millionen Euro gemeldet. Die Jahreszahlen 2025 sollen am 30. April veröffentlicht werden. Wolford-Mehrheitsaktionär ist die chinesische Fosun Fashion Group Wisdom mit knapp 75 Prozent, der deutsche Privatinvestor Ralph Bartel hält rund 20 Prozent der Anteile. Die Wolford AG verfügt über knapp 1 Prozent der Aktien als eigene Aktien, der Rest ist im Streubesitz.
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