Mit seiner Bemerkung, die Leute könnten zu Fuß gehen, wenn ihnen der Treibstoff zu teuer ist, brachte OMV-Chef Alfred Stern das Fass zum Überlaufen. Bei vier Millionen Euro Jahresgage könnte man vom Boss des teilstaatlichen Konzerns mehr Fingerspitzengefühl erwarten.
Aber vielleicht versteht sich Stern als Coco Chanel des Energiebusiness, für den Benzin wie ein Abendkleid ist, das ja nicht jeder haben muss.
Diese Arroganz ist eines der Symptome der Krise, mit der wir zu tun haben.
Nun sollte man in überhitzten Phasen die Finger von den sozialen Medien lassen. Schon, um sein Seelenleben zu schützen. Aber am Sonntag schaute ich bei Bluesky rein. Das ist der zivilisierte Nachfolger des von Elon Musk zerstörten Twitter. Dort auf Bluesky war von einem berufsmäßigen Beobachter eines mittelgroßen Verlags gestern folgender Text zu lesen:
„An diesem Wochenende erfuhr ich, dass ...
- Weißmann für seinen Abgang 3 Mio verlangte
- Pius Strobl eine Abfertigung von >2 Mio versprochen bekam
- eine Verdopplung des OMV-Gewinns auf 10 Mrd im Jahr 2022 kein Krisengewinn war
- Salzburg 10x höhere Zulagen für Personalvertreter zahlen muss.“
Unter dieser Meldung auf Bluesky schrieb ein ORF-Redakteur: „Schamlose Zeiten. Die Wut bleibt.“
Da rutscht etwas ganz gehörig in der Republik.
Bundespräsident, Kanzler, Vizekanzler haben dazu nichts zu sagen. Und das ist vermutlich sogar besser so.
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