Vorsicht auf Straßen

Viele Wildtiere im Frühjahr in Aufbruchsstimmung

Kärnten
13.03.2026 16:00

Die Natur erwacht und mit ihr auch die Tierwelt. Besondere Vorsicht ist deswegen auch auf Kärntens Straßen geboten. Dachse, Füchse und Rehe begeben sich auf Nahrungssuche und tragen auch Revierkämpfe aus. Ein Kärntner Wildbiologe klärt auf.

Mit den wärmeren Tagen tut sich auch etwas bei den Kärntner Wildtieren. Für sie ist diese Zeit eine besonders aktive. „Im Winter reduzieren die Tiere ihren Stoffwechsel. Manche halten Winterruhe so wie der Dachs. Mit dem Frühjahr beginnt die große Nahrungssuche, die Tierwelt erwacht“, erzählt Gerald Muralt, Wildbiologe der Kärntner Jägerschaft. Besonders auf den Straßen sollte deswegen achtsam gefahren werden. Denn auch die Revierkämpfe bei den jungen Rehböcken beginnen. 

Vorsicht in Tieflandbereichen
„Bei den Kämpfen rangen die Rehböcke um Reviere und Rückzugsorte. Sie versuchen, andere Reviere einzunehmen“, so der Wildbiologe.

Dabei kommt es zu wilden Verfolgungsjagden und körperlichen Auseinandersetzungen. „Vor allem junge Böcke werden vertrieben, sie sind weniger aufmerksam, wodurch es vermehrt zu Wildunfällen auf den Straßen kommt“, erklärt der Biologe. Besonders in den Tieflandbereichen wie in Unterkärnten ist Vorsicht geboten. Dort ist die Population sehr groß.

Die Rehböcke müssen sich im Frühjahr bei den Einstandskämpfen beweisen.
Die Rehböcke müssen sich im Frühjahr bei den Einstandskämpfen beweisen.(Bild: Hannes Wallner)

In der Dämmerung treiben sich die Tiere gerne herum. „Das ist eine Zeit, die ihnen das Gefühl von Sicherheit gibt“, so Muralt. Er gibt den Verkehrsteilnehmern auf den Weg, in Waldgebieten bremsbereit und vorsichtig zu fahren. Aufgestellte Wildwarner, die pfeifen, leuchten und reflektieren, sollen Wildtiere abhalten, die Straße zu überqueren, wenn ein Fahrzeug kommt.

Im Jagdjahr 2024/25 kamen in Kärnten 3.346 Wildtiere ums Leben. In den Bezirken Völkermarkt, St. Veit an der Glan und Klagenfurt Land ereigneten sich die meisten Unfälle.

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Im Winter reduzieren die Tiere ihren Stoffwechsel. Manche halten Winterruhe so wie der Dachs. Mit dem Frühjahr beginnt die große Nahrungssuche.

Gerald Muralt, Wildbiologe der Kärntner Jägerschaft

„Macht man Begegnung mit einem Wildtier auf der Straße, ist es meistens schon zu spät“, erklärt der Wildtierbiologe. In solchen Situationen rät er, abzubremsen und zu hupen. Nützt das nichts, sollte man nicht versuchen auszuweichen, da dadurch Unfälle mit dem Gegenverkehr entstehen können. Die meisten Unfälle passieren durch zu schnelles Fahren oder Ablenkung. Richtiges Verhalten bei einem Unfall unterer: https://www.krone.at/3514175

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