Tirols Wirtschaft wird von der nächsten Millionenpleite erschüttert – diesmal betrifft es ein Unternehmen in der Immobilienbranche mit Sitz im Bezirk Kitzbühel. Ein Immobilienkauf in Wien, bei dem offenbar nicht alles mit rechten Dingen zugegangen war, könnte der Firma letztlich zum Verhängnis geworden sein.
Über das Vermögen der Firma „Heiligenstädter Vermögensverwaltungs GmbH“ mit Sitz in Hopfgarten im Brixental sei ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Innsbruck eröffnet worden, so der Kreditschutzverband von 1870. Und auch der Alpenländische Kreditorenverband berichtete, dass dieses Unternehmen den „laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen“ könne. Es geht offenbar um Schulden in Millionenhöhe.
Eigenantrag bei Gericht gestellt
Die Firma sei im Jahr 2022 gegründet und in der Immobilienbranche tätig. Laut Auskunft des AKV sei das Konkursverfahren aufgrund eines Eigenantrags bei Gericht eröffnet worden.
Man habe auf die Angaben des Verkäufers bzw. des Maklers beim Ankauf vertraut.
KSV von 1870 zum Immo-Ankauf
Falsche Infos bei Immo-Deal?
Ein Immobilienankauf in Wien soll das Tiroler Unternehmen letztendlich in finanzielle Turbulenzen gebracht haben. „Wie die Heiligenstädter Vermögensverwaltungs GmbH im Insolvenzeröffnungsantrag ausführt, lagen dem Ankauf dieser Immobilie unrichtige Informationen hinsichtlich der Beschaffenheit bzw. deren Vermietbarkeit zugrunde. Man habe auf die Angaben des Verkäufers bzw. des Maklers beim Ankauf vertraut“, schilderte indes der KSV von 1870. Nach dem Erwerb der Liegenschaft habe sich die Situation dann anders als erwartet dargestellt.
Zudem seien „zwei wesentliche Mieter, welche dem Verkäufer der Liegenschaft wirtschaftlich nahestanden“ in die Pleite geschlittert.
Verbindlichkeiten von fast 9 Mio. Euro
Nach den Angaben im Insolvenzeröffnungsverfahren sei von Verbindlichkeiten in Höhe von rund 8,8 Millionen Euro in diesem Verfahren auszugehen. Dem gegenüber sollen Vermögenswerte in Höhe von knapp 4,9 Millionen Euro bestehen.
Logistikfirma in Pleite geschlittert
Eine Millionenpleite sorgte bereits am Montag für ein Beben in der heimischen Frächterszene: Über das Vermögen der Tiroler Firma Nothegger Transport Logistik GmbH, ein internationales Logistik- und Transportunternehmen, wurde am Montag am Landesgericht Innsbruck aufgrund eines Gläubigerantrags ein Konkursverfahren eröffnet. 300 Mitarbeiter sind betroffen.
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