Experten warnen:

So machen Hacker Künstliche Intelligenz zur Waffe

Digital
09.03.2026 10:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) verändert die Bedrohungslage für die Industrie durch Cyberangriffe massiv. Attacken werden automatisiert und beschleunigt. Darauf machten die globalen Sicherheitschefs von Siemens und Red Bull, Natalia Oropeza und Jimmy Heschl, bei einer Veranstaltung in Wien aufmerksam.

Um sich abzusichern, setzen die Konzerne in der Abwehr ebenfalls auf KI sowie auf globale und lokale Unternehmensnetzwerke.

Angreifer würden durch KI vor allem drei Fähigkeiten gewinnen: Sie können mehr Schadsoftware in kürzerer Zeit entwickeln, Schwachstellen in Systemen schneller finden und sogenannte Deepfakes für betrügerische Zwecke erstellen, erklärte Oropeza, Global Chief Cybersecurity Officer der Siemens AG. Gleichzeitig stärke KI jedoch auch die Abwehr. „Die Daten sind der Treibstoff für KI, und wir als Unternehmen haben diese gebündelt“, so Oropeza.

Wie alltäglich die Bedrohung ist, veranschaulichte Heschl, Global Head of Digital Security bei Red Bull. Ein ungeschützt ans Netz angeschlossener Test-Server wurde binnen 24 Stunden 96-mal attackiert. Bei der Abwehr setzen Unternehmen in ihren Security Operation Centern auch auf neurodivergente Fachkräfte zur Mustererkennung. „Autistische Menschen bringen oft besondere Fähigkeiten mit, die in solchen Bereichen von großem Wert sein können“, sagte Oropeza. Heschl sieht in der Cyber-Sicherheit zudem ein kontinuierliches Management-Thema.

Weltweit fehlen Millionen Fachkräfte
Eine zentrale Herausforderung bleibt der Personalmarkt: Weltweit fehlen der Branche laut Schätzungen rund vier Millionen Fachkräfte. Um diese Kompetenzlücke zu schließen, engagiert sich Siemens mit Partnerunternehmen unter anderem in Ausbildungsinitiativen. Im Bereich Cyber-Security beschäftigt das Unternehmen global rund 1300 Personen.

Angesichts der weltweiten Vernetzung seien eigene Anstrengungen nicht ausreichend, Kooperation sei essenziell. International hat Siemens dafür mit Partnern wie Allianz, Microsoft und IBM die „Charter of Trust“ ins Leben gerufen. Das Bündnis setzt sich für weltweit bindende Sicherheitsstandards ein und berät Zulieferer zur Absicherung der Lieferketten. Auch auf lokaler Ebene ist der Austausch laut Heschl entscheidend: „Wir haben alle dasselbe Problem und lösen es am besten gemeinsam.“ Im österreichischen Security Network teilen rund 35 heimische Firmen alle sechs Wochen ihre Erfahrungen.

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