Lkw gegen Radlerin

Noch immer keine Lösung für die Todeskreuzung

Salzburg
10.03.2026 08:00

Ein halbes Jahr ist der tragische Unfalltod von Julia G. nun her. Auf der gefährlichen Eder-Kreuzung in Salzburg hat sich seither nichts getan. Einzig ein Abbiegeverbot wurde überlassen. Stadt und Land streiten derweil über die Aufteilung von Baukosten für ähnliche gefährliche Stellen in der Stadt.

Julia G. fuhr an einem Donnerstag vergangenen September mit ihrem Fahrrad in die Eder-Kreuzung in Salzburg-Parsch ein. Ein Lkw-Fahrer, direkt neben ihr, sah die 23-Jährige nicht und setzte zum Abbiegen an. Das tonnenschwere Gefährt überrollte die Eiskunstlauftrainerin aus Südtirol, die in Salzburg daheim war. Nur wenig später war die junge Frau tot. Der Prozess wegen fahrlässiger Tötung durch den Lkw-Fahrer ist für 23. März angesetzt.

Seit vielen Jahren ist die Eder-Kreuzung als Gefahrenstelle bekannt. Was am 11. September 2025 passierte, ist ein negativer Höhepunkt. Politik und Behörden wollten die Unfallhäufungsstelle alsbald korrigieren. Bis heute ist jedoch nichts passiert. Einzig ein Abbiegeverbot für den Schwerverkehr gibt es seither an dem Unfallort.

Das weiße Rad erinnert an der Unfallstelle an Julia G.
Das weiße Rad erinnert an der Unfallstelle an Julia G.(Bild: Markus Tschepp)

Unterschrift für neues Übereinkommen fehlt
Wie eh und je rollen Pkw und Lkw an Radlern und Fußgängern vorbei und über die Kreuzung. Dabei liegen seit Herbst Pläne für eine Entschärfung am Tisch. Während andernorts schon gebaggert wird, stehen an der Todeskreuzung nur die Andenken an Julia G. „Sobald die Bauteile da sind und die Witterung passt, wird gebaut“, heißt es dazu vom Land, das die Arbeiten ausführen wird.

Dem voraus geht ein jahrelanger Streit über die Kostenteilung zwischen Stadt und Land. Bei Arbeiten an Landesstraßen im Stadtgebiet, wie etwa in der Gaisbergstraße beim Borromäum oder in der Innsbrucker Bundesstraße, müssen beide zahlen. Die Unterschrift der Stadtpolitik unter einem neuen Übereinkommen aber fehlt. „Wir können mit der Umsetzung von Projekten erst starten, wenn die Zuständigen der Stadt die Einigung schriftlich unterzeichnen“, heißt es dazu von Landesvize Stefan Schnöll (ÖVP).

Die Stadtverwaltung will seit Monaten nicht akzeptieren, dass Kosten künftig bis zur Hälfte zu zahlen wären. „Ich verstehe den Ärger“, sagt der zuständige Stadtvize Kay-Michael Dankl (KPÖ Plus). Bleibt dabei aber die Antwort schuldig, weshalb die Unterschrift weiter fehlt.

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