Einladung an Leo

Möglicher Papst-Besuch in Österreich: „Why not?“

Steiermark
10.03.2026 08:00

Vier Tage lang – von gestern, Montag, bis übermorgen, Donnerstag – steht das oststeirische St. Johann bei Herberstein ganz im Zeichen eines religiösen Austausches auf höchster Ebene. Im Bildungs- und Seminarzentrum „Haus der Frauen“ treffen sich Österreichs Kirchenchefs zur Frühjahrsvollversammlung.

Einer der wichtigsten Punkte auf der Agenda ist die künftige Rollenverteilung innerhalb der Bischofskonferenz: So werden die Kommissionen und Referate für die Dauer von fünf Jahren besetzt. Der steirische Oberhirte Wilhelm Krautwaschl soll etwa gute Chancen auf die Nachfolge von Franz Lackner (er wird heuer 70) als Sprecher der Bischofskonferenz haben.

Aufs Tapet kommen auch Gespräche zur Lage der Christen weltweit: Der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl als Gastgeber des Treffens betonte gegenüber der Kathpress etwa, dass Christen derzeit die „meistverfolgte Religionsgesellschaft“ seien. Das Thema werde vielfach nicht wahrgenommen, weshalb die Bischöfe den Fokus bewusst auf die Lage der von Intoleranz, Diskriminierung sowie Verfolgung Betroffenen legten.

Papst Leo und Bundespräsident Alexander Van der Bellen.
Papst Leo und Bundespräsident Alexander Van der Bellen.(Bild: Mario Tomassetti)

Angesprochen wurde auch ein  „Herzensthema“ vieler Katholiken, eine Visite von Papst Leo XIV. in Österreich. Franz Lackner bekräftigte eine von Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Vatikan ausgesprochene Einladung an den Pontifex: „Sein Besuch wäre ein starkes und schönes Zeichen des Friedens.“ Erst kürzlich fragte der steirische Weihbischof Johannes Freitag Papst Leo höchstpersönlich, ob er nicht in die Steiermark kommen wolle. Dessen Antwort: „Why not?“ – „Warum nicht?“

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