05.01.2006 15:43 |

Sprit & Co.

Kosten fürs Auto auf der Überholspur

Kein gutes Jahr für Österreichs Autofahrer: Während die Verbraucherpreise insgesamt um 2,4 Prozent teurer wurden, stiegen die Kosten für Sprit, Haftpflicht, Reparatur & Co. von Jänner bis November 2005 um stolze 3,8 Prozent. Laut Berechnungen des Autofahrerklubs ARBÖ belaufen sich die Mehrkosten bei einem Durchschnitts-Pkw auf über 240 Euro.

"Während die Autokosten bereits mit Tempo 160 unterwegs sind, gilt für die allgemeine Inflationsrate Tempo 100," so umschreibt ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar die trockenen Zahlen der Statistik Austria. Die geringe Erhöhung des Kilometergeldes seit Ende Oktober und die Anhebung der Pendlerpauschalen im neuen Jahr reichen bei weitem nicht aus, um die Teuerung bei den Autokosten auszugleichen," fügt Dr. Rezar hinzu.

Nicht nur Sprit wurde teurer
Exorbitant verteuert haben sich im abgelaufenen Jahr demnach nicht nur die Treibstoffe, sondern viele andere Kosten rund ums Auto, wie etwa die Kosten für Reparaturen, diverse Ersatzteile, Kfz-Haftpflichtversicherung und fürs Parken:

Bis zu 300 Euro Mehrkosten
Nach Berechnungen des ARBÖ musste ein Autofahrer mit einem gebräuchlichen Modell (VW-Golf, Diesel, bei 20.000 gefahrenen Kilometern) im abgelaufenen Jahr Mehrkosten von insgesamt 242,50 Euro für Treibstoffkosten, Service- und Wartungskosten sowie an Haftpflichtversicherung berappen. Und wer sich für das Taglicht extra das Abblendlicht mit dem Zündschlüssel "verkuppeln" ließ bzw. Lampen wechselte, kam 2005 gar auf Mehrkosten von 300 Euro...

Lenker von Dieselfahrzeugen besonders betroffen
Unter der Kostenbelastung zu stöhnen hatten vor allem die Autofahrer von Dieselfahrzeugen. Diesel verteuerte sich um 18 Prozent, oder um 14 Cent pro Liter. Ein Teil dieser Preissteigerung war durch die Einführung von Biodiesel "hausgemacht". Aber auch Autofahrer mit Benzinfahrzeugen mussten pro Liter um 10 Prozent, oder 10 Cent mehr auf den Tisch legen, als im Jahr davor.

Donnerstag, 06. Mai 2021
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