Südtirolersiedlung

Das Siegerprojekt des Ideenwettbewerbs steht fest

Vorarlberg
06.03.2026 17:15
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die weiteren Weichen für die Sanierung der Bregenzer Südtirolersiedlung sind mit dem Ende des Ideenwettbewerbs gestellt. Gewonnen hat diesen das Architektenbüro „03 Arch. München“. Die Ideen basieren auf einem fein abgestimmten Gefüge mit eigenständigen Situationen. Dazu kommen drei Höfe und ein historischer Gebäudeteil mit Torbogen.

Bürgermeister Michael Ritsch und Vogewosi-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz präsentierten am Freitag die weiteren Pläne für die Südtirolersiedlung an der Bregenzer Rheinstraße. Zuvor waren im Rahmen eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs zehn Projekte von Architekten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz eingereicht worden. Auf der Grundlage des Siegerprojekts wird die Vogewosi einen zweiten Wettbewerb für die Umsetzung durchführen. Die Ausschreibung soll noch vor dem Sommer starten.

Durchlässigkeit geht mit Bestand verloren
Bei drei der beim Ideenwettbewerb eingereichten Projekte stand der Erhalt des Bestands mit zusätzlichen Neubauten im Vordergrund – Vorschläge, die laut Jury-Chef Hans Gangoly keine städtebaulichen Vorteile bringen: „Diese Strategie fördert keine Qualitäten. Wird der Altbestand isoliert stehen gelassen und mit neuen, zwangsläufig höheren Baukörpern ergänzt, gehen Durchlässigkeit, räumliche Offenheit und Maßstäblichkeit verloren.“ Die Erkenntnis der Jury: Nachverdichtung ist nur dann sinnvoll, wenn sie als neue Gesamtstruktur gedacht wird.

Lobende Worte fand der Universitätsprofessor für das Siegerprojekt von „03 Arch. München“, in dem sich nicht nur die äußere Form des Bestands, sondern auch dessen räumliche Prinzipien widerspiegeln würden. Ein weiterer Pluspunkt waren drei geplante Höfe mit den Namen Südtiroler Hof, Südtiroler Garten und Südtiroler Platz. Zudem gibt es einen historischen Gebäudeteil mit Torbogen.

So sieht der Entwurf des Siegerprojekts aus.
So sieht der Entwurf des Siegerprojekts aus.(Bild: Stadt Bregenz)

Vogewosi-Chef Hans-Peter Lorenz zeigte sich zufrieden mit den gestellten Weichen. „Nachverdichtung heißt nicht Zubetonieren – im Gegenteil. Dieser Wettbewerb hat uns gezeigt, dass gerade in der Erneuerung große Chancen und neue Qualitäten liegen“, resümierte er.

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