Dornbirn feiert 125 Jahre Stadterhebung unter dem Motto „Eine Stadt. Viele Gesichter“ und der Einladung „Und alle feiern mit“. Dabei müsste es heißen: „Und fast alle feiern mit“. Denn die Neos wurden als einzige Fraktion der Stadtvertretung nicht eingeladen. Die pinke Fraktionsobfrau Martina Hladik ist entsprechend verstimmt.
Für Hladik ist die Nichteinladung ihrer Partei ein Sinnbild dafür, wie es in Dornbirn um Stil und Kommunikation steht. „Wenn eine Stadt ihre Vielfalt feiert und plakatiert, dass alle mitfeiern, dann sollte man nicht ausgerechnet eine demokratisch gewählte Fraktion vor der Tür stehen lassen. Die Bürgerinnen und Bürger haben uns in die Stadtvertretung gewählt – diese Stimmen einfach zu übergehen, ist respektlos gegenüber den Menschen, die uns gewählt haben“, schimpft sie.
Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Besonders bitter sei der Widerspruch zum eigenen Anspruch der Stadt: Denn ausgerechnet ein Jubiläum, das die Offenheit und die vielen Gesichter Dornbirns in den Mittelpunkt stelle, schließe in der Praxis gezielt ein Gesicht aus. „Vielfalt feiern heißt: Alle an den Tisch zu holen – auch die, mit denen man politisch nicht immer einer Meinung ist. Genau das macht eine offene Stadt aus“, betont Hladik.
Vielfalt feiern heißt: Alle an den Tisch zu holen – auch die, mit denen man politisch nicht immer einer Meinung ist.
Martina Hladik, Neos
„Kommunikation funktioniert nicht“
Das eigentliche Problem sei aber nicht, dass auf eine Einladung vergessen wurde, „das Problem ist, dass die Kommunikation in dieser Stadt schlicht nicht funktioniert“. Den beleidigten Partycrasher wollen die Pinken allerdings nicht spielen: „Wir gratulieren Dornbirn zu 125 Jahren und feiern mit den Menschen in unserer Stadt“, stellt Hladik klar.
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