Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) bringt Obergrenzen für Wahlarzthonorare ins Spiel. In Linz läuft FPÖ-Gesundheitsstadtrat Michael Raml dagegen Sturm: Deckel und „Zwang“ würden den Arztberuf weiter unattraktiv machen – und den Ärztemangel verschärfen.
Die von Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) ins Spiel gebrachten Obergrenzen für Wahlarzthonorare bringen jetzt den Linzer FPÖ-Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml auf den Plan. Raml kritisiert auch Überlegungen zu Zwangsverpflichtungen ins Kassensystem scharf: Statt Ursachen zu beheben, setze die Ministerin auf „den Zwang und den Deckel“ – das sei „völlig am Ziel vorbei“ und „denkfaul“.
Raml warnt vor Folgen für den Nachwuchs: „Wenn der Arztberuf durch Zwangsmaßnahmen und Honorardeckelungen weiter deattraktiviert wird, dann werden sich in der Folge immer weniger junge Menschen für ein Medizinstudium und eine Berufsausübung in Österreich entscheiden und stattdessen in Nachbarländer ausweichen.„ Das verschärfe die Versorgungskrise – zu spüren bekämen das vor allem die Patienten.
Um junge Mediziner im Land zu halten, fordert Raml stattdessen weniger Bürokratie beim Ordinationsstart, vernünftige Leistungskataloge samt entsprechender Vergütung und eine Ausweitung der Hausapotheken. Das sei auch ein Dienst an Patienten: Einer Alleinerziehenden sei es „nicht zuzumuten“, nach einem abendlichen Hausbesuch „kilometerweit in die nächste Nachtapotheke“ fahren zu müssen, so Raml.
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