Aber weiter Sparstift

KTM verkauft nach der Krise wieder mehr Motorräder

Oberösterreich
13.05.2026 11:10

Genau 40.332 Motorräder verkaufte der Innviertler Hersteller KTM heuer in den ersten drei Monaten – mehr als doppelt so viele als im Vorjahreszeitraum. Damit ist das Traditionsunternehmen klar auf Erholungskurs. Allerdings wird weiterhin der Sparstift angesetzt.

Der Motorrad-Absatz von KTM stieg im ersten Quartal des laufenden Jahres um 125 Prozent auf mehr als 40.000 verkaufte Stück an. Allerdings war das Ausgangsniveau im Vorjahr auch sehr niedrig. Denn zu Jahresbeginn 2025 war die Produktion des Innviertler Leitbetriebs teilweise unterbrochen, die Turbulenzen nach der Insolvenz im Herbst 2025 noch deutlich zu spüren.

Dennoch deuten die am Mittwoch veröffentlichten Quartalszahlen der KTM-Muttergesellschaft Bajaj Mobility auf einen klaren Erholungskurs nach der Krise hin. Denn nicht nur der Motorrad-Absatz, auch der Umsatz insgesamt wuchs kräftig – um 70 Prozent auf 331 Millionen Euro. Unter dem Strich stand in den ersten drei Monaten des Jahres jedoch immer noch ein Ergebnis-Minus von 35 Millionen Euro.

„Unsere operative Neuausrichtung greift“
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) drehte sich in die schwarzen Zahlen und lag bei 5,5 Millionen Euro, nach einem Minus von 55,8 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. „Der deutliche Anstieg beim Motorradumsatz und das positive EBITDA belegen, dass unsere operative Neuausrichtung greift“, sagt Finanzvorständin Petra Preining.

500 Stellen werden abgebaut
Bajaj Mobility ist infolge der Insolvenz aus dem Jahr 2024 weiterhin stark verschuldet, die Nettoschulden lagen im ersten Quartal bei 837 Millionen Euro. Dementsprechend setzen die Innviertler auch weiterhin den Sparstift an. „Im Zuge der Restrukturierung wurden weitere Maßnahmen zur Straffung von Strukturen ergriffen, um die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu erlangen“, heißt das im offiziellen Unternehmens-Sprech. Zum Sparprogramm gehört, wie berichtet, der Abbau von 500 Stellen, überwiegend im Angestelltenbereich und mittleren Management. Der Jobbabbau soll bis zum dritten Quartal abgeschlossen sein – und er hat bereits begonnen: Zu Jahresbeginn waren bei Bajaj Mobility noch 3782 Mitarbeiter beschäftigt, mit Stichtag 31. März waren es nur mehr 3662, ein Minus von 120 Beschäftigten.

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