Auf einen „Kühbauer-Effekt“ wie er beim LASK eintrat hofft nun auch der OÖ-Skiverband! Mit Tom Trinker (52) wurde ein erfahrener Mann gewonnen, der insgesamt 23 Jahre lang im ÖSV tätig war. Ab sofort arbeitet der in Tirol lebende Steirer in Oberösterreich daran, einen „neuen Vincent Kriechmayr“ herauszubringen.
Bei der Sportwartetagung wurde er am Montag beim „Stockinger“ in Ansfelden den 209 OÖ-Skivereinen vorgestellt: Tom Trinker (52), der vom eine Pause einlegenden Gerry Posch beim OÖ-Verband das Amt des Sportlichen Leiters Alpin übernimmt. „Ein Kapazunder für unseren Nachwuchs“, freut sich Präsident Klaus Kumpfmüller über das Engagement des im Ötztal lebenden Schladmingers.
Pum: „Ein erfahrener Fachmann, der viel bewegen kann“
„Ein erfahrener Fachmann, der das System gut kennt und viel bewegen kann“, sagt Vizepräsident Hans Pum über Trinker, der unter seinem Mentor Pum seit 2000 beim ÖSV war, 2022 sogar (wenn auch nur für ein Jahr) Cheftrainer der Weltcup-Damen. Ehe der in der Privatwirtschaft Tätige in den letzten Jahren mit dem Skisport pausierte, nun auf die Rückkehr brennt. „Im Schülerbereich sind wir sehr gut unterwegs, im Jugendbereich zu weit weg“, sagt Trinker.
Hohe Erwartungen an den neuen Mann
Trinker will die Umstrukturierung weg von Jugendkadern zu den vom ÖSV gesteuerten Schwerpunktschulen gut managen, die vom Sportland OÖ zur Verfügung gestellte „Top-Infrastrukur“ wieder stärker nützen und Talente nicht nur in die ÖSV-Kader bringen – sondern erfolgreiche Weltcupläufer und – innen herausbringen. „Hoffentlich entwickeln wir einen neuen Kriechmayr – oder eine so erfolgreiche Dame“, sagt Trinker, von dem man sich in Oberösterreich sehr viel erwartet und erhofft. OÖ-Generalsektretär Markus Gattinger schmunzelt: „Wir hoffen auf einen Kühbauer-Effekt!“
Der Unterschied zu Kühbauer
Wobei Trinker relativiert: „Es ist sicher schwieriger einzugreifen als für einen Fußballtrainer, weil einfach sehr viele Rädchen ineinanderarbeiten. Natürlich versuchen wir jedes zu optimieren, aber du musst schon jedes, das schon da ist, auch akzeptieren und annehmen, kannst das Rad nicht neu erfinden. Das ist im Fußball natürlich einfacher, aber dafür sind die Trainer dort nach drei Jahren wieder weg – weil‘s ausgelutscht ist. Dort ging‘s darum, fertige Sportler zu filtern und möglichst geschickt zusammensetzen. Wir müssen unsere Talente entwickeln, das ist ein ganz anderes Thema und braucht einfach Zeit.“
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