Ein Bündnis von Naturschutz-Organisationen wirbt für ein wesentlich größeres Schutzparadies im Waldviertel, als es derzeit von der Landesregierung geplant ist.
Urwaldartige Wälder sind in Österreich nahezu verschwunden. „Ein großer Nationalpark wäre eine einmalige Chance, dieses Naturerbe dauerhaft zu sichern“, appelliert Global 2000-Aktivist Dominik Linhard. Wie auch bei WWF-Expertin Karin Enzenhofer und Margit Gross vom blau-gelben Naturschutzbund keimt bei ihm aufgrund einer aktuellen Studie des Kärntner Instituts für Ökologie Hoffnung auf. Denn diese zeichnet das Bild einer Landschaft von europaweiter Bedeutung, vor allem wegen des Urwaldcharakters mit Baum-Methusalems sowie raren Tier- und Pflanzenarten.
Es wäre sehr erfreulich, wenn es gelänge, die wunderbaren Natur-Refugien des Kamptals gemeinsam zu bewahren.
Initiator Mathias Schickhofer
Verhandlungen mit Grundeigentümern
Das Öko-Bündnis, dem auch BirdLife und Lanius angehören, plädiert daher für die Einbeziehung dieser ökologisch bedeutenden Naturwälder durch behutsame Verhandlungen mit den Grundeigentümern: „Besonders Steilhänge zwischen Wegscheid und Rosenburg eignen sich für die zur internationalen Anerkennung erforderlichen Zonen.“ Die Planung des Landes beschränke sich bislang auf weiter flussaufwärts gelegene Flächen bei den Kamptalstauseen, im Besitz der landesnahen Windhag-Stiftung, wird argumentiert. Bernhard Kohler von der AG Wildtiere empfiehlt außerdem eine Renaturierung mit Wildrindern und ungezähmten Pferden.
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