Drama in Kärnten: Unweit seines Wohnhauses schlug ein Pilot mit dem Kleinflugzeug auf einen Acker auf. Kurz zuvor hatte er noch seine Tochter gegrüßt – die Ermittlungen laufen …
Erschütterndes Unglück Sonntagmittag in Lendorf im Kärntner Bezirk Spittal an der Drau: Nach seinem Start vom Flugplatz Lienz/Nikolsdorf wollte der Hobbypilot bei herrlichem Flugwetter mit seinem Kleinflugzeug offenbar eine Runde über seinen Wohnort in Lendorf drehen. Und seine Tochter aus der Luft grüßen. Als das tragische Schicksal seinen Lauf nahm!
Aus noch unbekannter Ursache kam es vor den Augen seines Kindes zu Problemen – der Pilot verlor die Kontrolle über den Flieger und krachte wohl ungebremst mit der Flugzeugnase voraus in einen Acker. Nur wenige hundert Meter vom Wohnhaus des Unglücksopfers entfernt!
Umgehend leitete die Tochter die Rettungskette ein. Auch die Frau des Opfers, selbst Notärztin, kämpfte vor Ort um das Leben ihres Mannes. Doch für den leidenschaftlichen Piloten, ein in der Region bekannter Allgemein- und Notarzt, kam jede Hilfe zu spät. „Als wir eingetroffen sind, waren bereits die Rettungskräfte vor Ort und haben vergeblich um das Leben des Opfers gekämpft“, schildert Michael Mayer, Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Lendorf, der „Krone“.
Es war jedenfalls ein schreckliches Bild, das sich den Einsatzkräften auf dem Feld, unweit der Landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof, bot.
Entschärfungsdienst musste ausrücken, Sprengkapsel geborgen
Das Kleinflugzeug war kaum mehr als solches zu erkennen, meterweit lagen die Wrackteile verstreut. Nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen musste der Unglücksort weiträumig abgesperrt werden, niemand durfte mehr in die Nähe – bis die angeforderten Beamten des Entschärfungsdienstes aus Graz da waren.
„Derartige Flugzeuge haben eine kleine Sprengkapsel zur Sicherheit eingebaut. Damit kann der Pilot in einem Ernstfall die Kuppel absprengen und sich mit einem Fallschirmsystem in Sicherheit bringen“, wie Mayer erklärt.
Solche Flugzeuge haben eine kleine Sprengkapsel zur Sicherheit eingebaut. Damit kann sich der Pilot im Notfall die Kuppel absprengen und mit Fallschirm retten.

Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Mayer
Bild: Klaus Loibnegger
In diesem Fall kam der Pilot offenbar nicht mehr dazu, diese auszulösen. Und so bestand Gefahr für die Einsatzkräfte. Die Sprengkapsel wurde gesichert und in einer nahe gelegenen Schottergrube zur Explosion gebracht. Erst danach starteten die Beamten des Landeskriminalamtes sowie die Experten der Flugunfallkommission mit der Spurensicherung.
Bis Redaktionsschluss gab es noch keine Erkenntnisse über die Unglücksursache. Die Ermittlungen laufen.
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