Gouverneur zu Besuch

OÖ hat in der Ukraine den Wiederaufbau im Fokus

Oberösterreich
24.02.2026 17:44

Ukrainischer Gouverneur Oleh Kiper war am Dienstag auf Besuch in Oberösterreich: Bei einem Treffen im Landhaus sicherte unser Bundesland jetzt Hilfe zu. Aber auch unsere Wirtschaft und die heimische Industrie können davon profitieren

Der Termin am Dienstag in Linz wurde intensiv vorbereitet: Immerhin gilt es, die Sicherheit des hohen Vertreters aus der Ukraine zu garantieren. Zweimal musste der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, seinen Besuch absagen, jetzt klappte es. Oberösterreich ist ein Partner der vom Krieg gezeichneten Region am Schwarzen Meer. Erst in der Nacht auf Montag gab es einen russischen Angriff auf die Infrastruktur in der Hafenstadt Odessa, bei der mindestens zwei Menschen getötet wurden – die „Krone“ hat darüber berichtet.

Gespräche über Zukunft
Historisch ist jedenfalls der Tag, an dem der Besuch stattfand. Gestern vor vier Jahren begann Russland seinen Angriffskrieg auf die Ukraine, in Linz sprach man bewusst über die Zukunft – also über die Zeit nach einem Friedensschluss.

Zitat Icon

70 Prozent in meiner Region haben kein Licht, kein Wasser, keine Wärme – unsere Hauptaufgabe ist es jetzt, die Menschen zu versorgen

Gouverneur Oleh Kiper, Odesa

Gouverneur Kiper dazu: „Es ist nicht leicht, seine Region zu verlassen. 70 Prozent haben kein Licht, kein Wasser, keine Wärme – unsere Hauptaufgabe ist es, die Menschen zu versorgen.“ Oberösterreich möchte neben Sachspenden aus dem medizinischen Bereich künftig auch Know-how zur Verfügung stellen und zeigt sich mit der Ukraine solidarisch: „Gerade an diesem Jahrestag geht es nicht nur um Erinnerung, sondern auch um Verantwortung.

Zitat Icon

Die Solidarität darf nicht nachlassen. Gerade an diesem Jahrestag geht es nicht nur um Erinnerung, sondern auch um Verantwortung.

Landeshauptmann Thomas Stelzer


Oberösterreich steht klar an der Seite der Ukraine – nicht nur mit Worten, sondern mit konkreter Hilfe und verlässlicher Partnerschaft“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer bei seinem Treffen mit Kiper, der in seiner Heimat als Oberst auch ein hoher militärischer Befehlshaber ist.

Viele Unternehmen in der Ukraine
Ein wesentlicher Blick richtete sich auf die heimische wie ukrainische Wirtschaft. Immerhin sind dort 1000 österreichische Unternehmen vertreten, 200 haben eine eigene Niederlassung, so die oö. Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer: „Der Wiederaufbau der Ukraine ist nicht nur eine humanitäre und politische Aufgabe, sondern eröffnet auch konkrete Chancen für die heimische Wirtschaft.“ Thomas Bründl, Präsident der oö. Industriellenvereinigung, sagt: „Wir leisten einen nachhaltigen und partnerschaftlichen Beitrag zum Wiederaufbau der Region Odessa.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung