Zwei Skifahrer starben vergangene Woche binnen weniger Tage, weil sie nach Stürzen kopfüber im Tiefschnee feststeckten. Jetzt schildert ein Schüler (14), wie er einen ähnlichen Vorfall nur mit Glück überlebte. Mit seinen Erzählungen will er auf die tödliche Gefahr aufmerksam machen.
Rückblick auf Dezember 1998. Drei Tage wurde auf der Seegrube über Innsbruck nach einer Snowboarderin gesucht. Einsatzkräfte fanden die 13-Jährige schließlich tot unter den Schneemassen – kopfüber in den Latschen!
Auch in den Jahren danach starben Wintersportler einen ähnlich schrecklichen Tod nach Stürzen im Tiefschnee: Sie steckten kopfüber fest, konnten sich nicht mehr befreien – und erstickten!
Zwei Tragödien binnen weniger Tage
Und erst in der Vorwoche traf dieses Schicksal einen 18-jährigen einheimischen Variantenfahrer in St. Anton am Arlberg. Seine Freunde waren vorausgefahren und nicht in der Lage, ihm zu helfen. Wenige Tage darauf kam ein Niederländer (52) direkt neben einer Piste im Zillertal auf ähnliche Weise ums Leben.
„Möchte Risiken im Tiefschnee aufzeigen“
Am Sonntag hätte es beinahe wieder ein Drama im Tiefschnee gegeben. Betroffen war ein 14-jähriger Schüler vom Seefelder Plateau, dem ein Schutzengel zur Seite stand. Der junge Sportler wandte sich mit bemerkenswertem Engagement an die „Krone“, um nach seinem Erlebnis „auf die Risiken im Tiefschnee aufmerksam zu machen“.
Anfangs fand ich es noch lustig, aber als ich merkte, dass zunächst niemand zu Hilfe kam, geriet ich in Panik.
Pirmin (14)
„Ich war mit einem Freund in Seefeld im Skigebiet Rosshütte abseits der Piste unterwegs“, erzählt Pirmin, ein gebürtiger Mittenwalder, der in Tirol lebt. Wenige Meter neben der Piste im Bereich der Brücke der Standseilbahn kam der junge Skifahrer gegen 13 Uhr im Tiefschnee zu Sturz.
„So konnte ich etwas atmen“
„Ich habe mich vorwärts abgerollt, steckte kopfüber bis zur Hüfte einen Meter tief im Schnee und konnte mich nicht bewegen“, schildert er. „Anfangs fand ich es noch lustig, aber als ich merkte, dass zunächst niemand zu Hilfe kam, geriet ich in Panik. Mich selbst zu befreien, war unmöglich.“ Wenigstens gelang es ihm, mit den Händen den Schnee aus dem Gesicht zu bringen. „So konnte ich etwas atmen.“
Sein Freund war vorausgefahren und nicht in der Lage, sofort zu helfen. Zum Glück bemerkten ein Skifahrer und eine Tourengeherin den Unfall schnell. „Sie haben mich unverletzt frei gegraben“, erzählt Pirmin. Fünf Minuten sei er wohl im Schnee „einbetoniert“ gewesen, vermutet der 14-Jährige.
Großer Dank an seine Helfer
„Ich möchte mich bei den Helfern, die ich nicht kenne, bedanken“, sagt Pirmin. Mit seiner Geschichte will er auf die Risiken im Tiefschnee aufmerksam machen. „Denn es waren an dem Tage sehr viele im freien Gelände unterwegs“, erinnert er sich. Er selbst hat den Skitag nach seiner Rettung beendet ...
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