Tragisches Freeride-Unglück am Dienstagvormittag in Tirol: Ein 18-jähriger Österreicher kam im freien Skiraum zu Sturz, blieb kopfüber im Tiefschnee stecken und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Trotz rascher Rettungskette und Tau-Bergung durch den Notarzthubschrauber kam für den jungen Wintersportler jede Hilfe zu spät.
Gegen 11.45 Uhr war der 18-Jährige gemeinsam mit zwei Freunden im freien Skiraum des Variantenbereichs „Maienplatt“ im Skigebiet St. Anton am Arlberg unterwegs, um die frischen Pulverschneehänge zu genießen. Alle drei waren laut ersten Informationen mit vollständiger Notfallausrüstung – inklusive LVS-Geräten – ausgestattet.
Der 18-Jährige fuhr als Letzter talwärts. In einem Rinnenbereich dürfte er ersten Erkenntnissen zufolge kopfvoran gestürzt sein. Im tiefen, lockeren Neuschnee blieb er stecken – eine Situation, aus der sich der junge Sportler aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte.
Sein vorausfahrender Freund hatte den Sturz zunächst nicht bemerkt. Erst nach einigen hundert Metern hielt er an, um auf den Nachkommenden zu warten. Doch der 18-Jährige tauchte nicht auf. Auch telefonisch war er nicht erreichbar. Sofort griff der Freund zum LVS-Gerät, um nach einem möglichen Verschütteten zu suchen.
Ein zufällig vorbeikommender Skiguide wurde auf die dramatische Lage aufmerksam. Gemeinsam machten sie durch laute Zurufe einen weiteren Skiguide, einen 27-jährigen Österreicher, auf sich aufmerksam, der sich etwas oberhalb im Gelände befand. Dieser konnte den Verunglückten schließlich lokalisieren.
18-Jährigen mit bloßen Händen ausgegraben
Mit bloßen Händen begann er sofort, den im Schnee steckenden jungen Mann auszugraben. Währenddessen setzte seine Begleiterin den Notruf ab, ein weiterer Skiguide eilte zur Unfallstelle. Gemeinsam gelang es ihnen schließlich, den 18-Jährigen zu befreien.
Trotz widrigster Bedingungen führte die Crew des Notarzthubschraubers „Gallus 3“ eine riskante Crashbergung mittels Tau durch. Der schwer verletzte Wintersportler wurde anschließend mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Zams eingeliefert. Dort kämpften die Ärzte um sein Leben – doch jede Hilfe kam zu spät. Der 18-Jährige verstarb wenig später im Spital.
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