Einen Schutzengel hatten die elf Fahrgäste und der Lenker jenes Busses, der am Freitag gegen 5 Uhr auf der nicht gesperrten Lechtalstraße in Bach (Tiroler Bezirk Reutte) von einer Lawine von der Straße geschoben wurde. Um 7 Uhr wollte die Lawinenkommission die Lage neu beurteilen.
Es handelte sich um die sogenannte „Gatterlawine“, deren Schneemassen sich auf die Talstraße wälzten. Die ist in der Region bekannt, die Straße muss im Bereich dieses Lawinenstrichs immer wieder einmal gesperrt werden.
In der Nacht auf Freitag war sie es freilich nicht. „Wir haben am Donnerstagabend gegen 22 Uhr eine Beurteilung der Lage gemacht“, erklärt Simon Larcher, Bürgermeister von Bach und damit Chef der lokalen Lawinenkommission.
Wir haben unsere Arbeit mit bestem Wissen und Gewissen gemacht und den betreffenden Bereich in den vergangenen Tagen fast stündlich beurteilt.
BM Simon Larcher, Chef der zuständigen Lawinenkommission
Das Ergebnis: Die Talstraße blieb offen, am Freitag um 7 Uhr wollte die Lawinenkommission wieder zusammenkommen und neu entscheiden. Dazu kam es freilich nicht mehr.
Der Kommissionschef sieht keine Schuld bei sich und der Lawinenkommission für das – zum Glück glimpflich ausgegangene – Unglück. „Wir haben unsere Arbeit mit bestem Wissen und Gewissen gemacht und den betreffenden Bereich in den vergangenen Tagen fast stündlich beurteilt“, betont er.
Im Laufe des Freitagvormittags war ein Erkundungsflug mit dem Hubschrauber geplant, weil der Lawinenanriss wegen Nebels von unten nicht erkennbar war. Für die Lechtalstraße ist eine Umleitung eingerichtet.
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