Schafft Unabhängigkeit

Größter Windpark Österreichs nahm den Betrieb auf

Burgenland
18.02.2026 18:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Im größten Windpark Österreichs in Neusiedl/Weiden (Burgenland) wurden 44 Windräder abgebaut und durch 23 neue ersetzt, die doppelt so viel leisten und 70.000 Haushalte mit Strom versorgen. Mit derartigen Energieinfrastrukturprojekten will man sich unabhängig vom Ausland machen.

Zwischen Neusiedl am See und der Marktgemeinde Winden entstand der größte Windpark Österreichs. Errichtet wurden 23 Windräder mit rund 122 Megawatt Leistung, die ab sofort 251 Millionen Kilowattstunden im Jahr produzieren und mit dem gewonnenen Strom 70.000 Haushalte versorgen können.

Die profitieren, sofern sie Mitglied beim Fanclub Burgenland Energieunabhängig sind, 20 Jahre lang von einem fixen Strompreis von 10 Cent pro Kilowattstunde. „Das ist einzigartig in Österreich und in Europa“, sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am Mittwoch beim Startschuss in Neusiedl/Weiden.

Ein Schritt auf dem Weg in die Energieunabhängigkeit
Ziel des Burgenlands sei es, bis 2030 mit Windenergie, Sonnenstrom und Speichern bilanziell energieunabhängig zu sein. „Mit diesem Windpark wird der nächste große Schritt auf diesem Weg gesetzt“, so Doskozil. Dabei handle es sich um eines der Aushängeschilder des „Project Tomorrow“, um ein Leuchtturmprojekt auf europäischer Ebene.

70.000 Haushalte können mit sauberem Strom beliefert werden.
70.000 Haushalte können mit sauberem Strom beliefert werden.(Bild: Reinhard Judt)

Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, erklärte, dass ein solches Projekt auch im Kontext der Industriestrategie von besonderer Bedeutung sei. „Österreich ist besonders in den Wintermonaten in seiner Stromversorgung von Importen abhängig. Daher brauchen wir mehr Winderzeugung, die gerade in dieser Zeit besonders stark ist und daher einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet.“

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme dauerte es nur drei Jahre.
Von der Planung bis zur Inbetriebnahme dauerte es nur drei Jahre.(Bild: Reinhard Judt)

Das Ziel: Keinen Strom aus dem Ausland importieren
Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie, unterstrich, dass das Windprojekt im Einklang mit der Natur stattfinde. „An diesem Standort haben wir 44 alte Windräder abgebaut, vollständig recycelt und 23 neue, bessere errichtet. Die Anzahl der Windräder wurde halbiert und gleichzeitig die Stromproduktion verdoppelt.“ Das Projekt sei deshalb ein Mutmacher für ganz Österreich. „Es gibt keine Ausreden mehr: Dieses große Energieinfrastrukturprojekt zeigt, dass wir uns unabhängig vom Ausland machen können.“

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