Eklat in Dänemark

Pfarrer verglich Kindesmissbrauch mit Hobby

Ausland
16.02.2026 22:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Vergleich der für Entsetzen sorgt: Vor Gericht sprach ein dänischer Pfarrer über zehntausendfach heruntergeladene Aufnahmen von Kindesmissbrauch – und zog eine Parallele zum Sammeln von Briefmarken. Die Aussagen des Geistlichen haben in Dänemark einen Skandal ausgelöst und die Öffentlichkeit erschüttert.

Nach Angaben der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau gestand der 60-Jährige am Montag vor einem Gericht in Naestved, rund 80.000 Bilder sowie 2300 Videos mit Missbrauchsdarstellungen heruntergeladen zu haben. „Das war wie Briefmarken sammeln – nur auf eine völlig falsche Art und Weise“, wird der Mann von Ritzau zitiert.

Priester leitete Seelsorge-Gruppen
Der Pfarrer, der zunächst suspendiert und später aus dem kirchlichen Dienst ausgeschieden war, erklärte weiter, er habe niemals für das Material bezahlt und sich auch nie sexuell zu Kindern hingezogen gefühlt. Er sprach jedoch von einer „Pornosucht“, die entstanden sei, nachdem er auf einen Link mit „verbotenen Bildern“ geklickt habe. „Weil es verboten war, hatte es einen Reiz“, sagte er vor Gericht. Sein Verhalten tue ihm „unglaublich leid“.

Besonders brisant ist der Fall, weil der Mann vor seiner Kündigung Seelsorge-Gruppen für Kinder geleitet hatte. Die Staatsanwaltschaft will laut Ritzau eine Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten beantragen.

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