Drama in Bangladesch
Fährunglück: Über 100 Tote befürchtet
Die Fähre war auf dem Weg von der Hauptstadt Dhaka in den südlich gelegenen Distrikt Shariatpur, als sie auf dem Meghna-Fluss in einen Sturm geriet, kenterte und sank. Das Unglück ereignete sich etwa 50 Kilometer von Dhaka entfernt.
Der lokale Polizeichef sagte, unter den bisher geborgenen Opfern seien auch Frauen und Kinder. Die Fähre sei "komplett unter Wasser", Helfer versuchten, sie zu orten. Ein Rettungsschiff und Taucher der Feuerwehr seien von Dhaka aus an den Unglücksort entsandt worden.
Behörden vermuten überfüllte Fähre als Unglücksursache
Rund 40 Menschen hätten aus eigener Kraft das Ufer erreicht, teilten Polizei und Rettungskräfte mit. 35 weitere Personen seien gerettet worden. Rund 100 Passagiere würden aber noch vermisst. Mehr als 20 Stunden nach dem Untergang der Fähre gebe es jedoch keine Möglichkeit mehr, jemanden lebend in dem Schiff zu finden.
Die Rettungsmannschaften versuchten, die Fähre ans Ufer zu ziehen, um im Inneren nach Opfern suchen zu können. Die meisten Passagiere waren Arbeiter und Studenten, die auf dem Heimweg waren. Laut den Behörden war die Fähre vermutlich komplett überfüllt, was demnach ihr Kentern ausgelöst haben dürfte.
Angehörige verärgert über stockende Rettungsarbeiten
Angehörige kritisierten, dass die Rettungsarbeiten nur langsam vorankämen. "Es ist mehr als 20 Stunden her, aber wir sehen keine Fortschritte", sagte ein Überlebender, der seit Stunden auf eine Nachricht über seinen vermissten Sohn hoffte.
In Bangladesch kommt es immer wieder zu Schiffsunglücken. Im März 2012 war fast an derselben Stelle eine Fähre verunglückt, damals kamen mindestens 145 Menschen ums Leben.
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