Die Gefahr von im Restmüll entsorgten Lithium-Batterien und -Akkus ist seit Längerem bekannt. Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) hat nun Bilanz über dadurch ausgelöste Großbrände in der Abfall- und Recyclingwirtschaft gezogen.
Demnach gab es 2025 insgesamt 36 größere Brandereignisse, 14 davon in Ostösterreich, neun weitere in Tirol und Vorarlberg, hieß es unter Berufung auf Medienberichte. Der VOEB forderte deshalb Gegenmaßnahmen. Denn laut Aussendung berichten Betriebe aus der Abfall- und Recyclingwirtschaftsbranche von bis zu sechs Brandereignissen täglich.
Die Hauptursache seien eben falsch entsorgte Lithiumbatterien und -akkus, die im Restmüll, im Gelben Sack oder in der Papiertonne entsorgt werden, wo sie sich bei Beschädigung entzünden können. Immerhin: Dank massiver Investitionen werden die allermeisten Brände schnell und sicher durch modernste Brandschutz- und Löschsysteme gelöscht.
Erste Schritte gesetzt, doch noch viel zu tun
Lithiumbatterien finden sich in unzähligen Alltagsgegenständen wieder, vom Smartphone bis zur Einweg-E-Zigaretten – und die Brandgefahr beschränke sich dabei nicht nur auf die Abfallwirtschaft, betonte der VOEB.
Der Verband hielt in diesem Zusammenhang fest, dass vonseiten der Regierung erste Schritte gesetzt wurden, indem etwa das seit Jahren geforderte Verbot von Einweg-E-Zigaretten in Österreich Ende 2026 in Kraft treten soll. Zudem stellten sich EU-Mitgliedstaaten im Dezember hinter den von Österreich initiierten Prüfauftrag, ein EU-weites Pfandsystem für Geräte mit Lithiumbatterien zu untersuchen.
„Doch es bleibt noch viel zu tun“, stellte VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly fest. „Wir brauchen ein Anreizsystem für die Rückgabe von Lithiumbatterien, strengere Rücknahmepflichten im Handel und vor allem mehr Aufklärung der Bevölkerung.“
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