Zwiespältige Bilanz

Rekord bei neuen Firmen, aber auch bei Pleiten

Tirol
12.02.2026 17:00

Freud und Leid liegen oft dicht beieinander: Während die Tiroler Wirtschaftskammer über die zahlreichen Neugründungen jubelt, wird diese Stimmung von der Insolvenzstatistik leider getrübt.

Einen neuen Höchststand erreichte Tirol in Sachen Firmenneugründungen. Was eigentlich für eine Jubelstimmung sorgen sollte, wird durch eine andere Statistik leider gleich wieder getrübt. Doch dazu etwas später mehr.

Exakt 3285 Neugründungen zählte die Wirtschaftskammer hierzulande im Vorjahr. Zum Vergleich: 2024 wurden 2980 und 2023 wurden 3114 Unternehmen gegründet. Wie jedes Jahr verzeichnete die Sparte Gewerbe und Handwerk den größten Anteil (38,2%) an Neugründungen, dahinter folgen der Handel (25,1%) und die Sparte Information/Consulting (19,9%).

4400
DIREKTE ARBEITSPLÄTZE
... schaffen die Neugründungen am Tiroler Arbeitsmarkt.

Die Beweggründe für Neugründung
Gleich geblieben im Vergleich zu den Vorjahren sind auch die Beweggründe für die Gründung einer Firma: Eine flexiblere Zeit- und Lebensgestaltung sowie der Wunsch, der eigene Chef bzw. die eigene Chefin zu sein, stehen dabei ganz oben. Im Durchschnitt waren die 52,2 Prozent männlichen und 47,8 Prozent weiblichen Firmenneugründer 36,5 Jahre alt.

Am Tiroler Arbeitsmarkt schaffen die Neugründungen rund 4400 direkte Arbeitsplätze, rechnet die WK weiter vor. Abschließend wird betont, dass „zwei Drittel der Neugründungen auch nach fünf Jahren noch erfolgreich am Markt sind“.

Tirol mit Plus von 44,6% bei Pleiten
Apropos erfolgreich am Markt: Hier kommt die zu Beginn genannte Statistik ins Spiel, die die Jubelstimmung über die Neugründungen trübt. Österreichweit wurden im Vorjahr 7392 Firmeninsolvenzen gezählt. Das entspricht einem Anstieg von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ebenfalls einem neuen Höchststand, wie die CRIF GmbH mitteilt.

In absoluten Zahlen betrachtet verzeichnete Wien mit 2741 die meisten Pleiten. Tirol reiht sich im Bundesländer-Ranking mit 519 auf den 5. Platz.

Negativer Spitzenreiter ist Tirol unterdessen, wenn man sich die prozentuale Entwicklung ansieht. Die 519 Firmenpleiten bedeuten nämlich einen Anstieg um satte 44,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2024.

Einen ähnlich starken Anstieg gab es nur in Salzburg mit plus 35 Prozent. Hauptbetroffene Branchen bei den Pleiten im Vorjahr waren der Handel (1388), gefolgt vom Bau (1136) und dem Gastgewerbe (937).

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