Brach in Wohnung ein

Lehramtsstudent vergewaltigt 17-jähriges Mädchen

Gericht
12.02.2026 13:57

Es ist kaum vorstellbar, was für einen Horror ein junges Mädchen in Wien – in ihrem eigenen Zuhause – erlebt hatte. Ein 31-Jähriger brach in ihre Wohnung ein, fiel über sie her. Mit einem vorgehaltenen Messer. Bereits zuvor versuchte der Lehramtsstudent eine Joggerin zu vergewaltigen. Vor Gericht liefert er ein gefühlskaltes Geständnis ab.

Der Wiener Staatsanwalt formuliert es mehr als treffend: „Das ist die Albtraumvorstellung schlechthin, die man aus Filmen kennt.“ Nur das, was ein 31-Jähriger getan hat, ist keine Fiktion. Am 26. Mai 2025 fiel er im 23. Bezirk über eine Joggerin her. Von hinten stieß er die junge Frau in einem Park zu Boden. „Sie konnte sich Gott sei Dank wehren“, so der Ankläger. Wie wild trat das Opfer um sich, schrie laut – „Der Angeklagte joggte dann seelenruhig weg.“

17-Jährige nach Hause verfolgt
Dem zweiten Opfer gelang das drei Monate später nicht: Schon am 6. August wurde der Wiener auf die erst 17-Jährige aufmerksam. Von der Straßenbahn folgte er ihr zu ihrem Wohnhaus, wartete dort vor der Tür. „Ich hab' gewartet, dass sie die Tür aufmacht.“ Als das nicht passierte, kam er vier Tage später in der Nacht mit einem Messer wieder …

Eingebrochen und vergewaltigt
Und dann erlebte das Mädchen den blanken Horror. Die 17-Jährige schlief, als der Mann über sie herfiel – sie zuerst mit dem Messer am Handgelenk verletzte und dann über einen längeren Zeitraum vergewaltigte. Sollte sie sich wehren, würde er sie umbringen, drohte der 31-Jährige. Erst als das Opfer sagte, ihre Mutter würde bald nach Hause kommen, verließ er die Wohnung.

Mit Hand- und Fußfesseln wird der 31-Jährige vorgeführt.
Mit Hand- und Fußfesseln wird der 31-Jährige vorgeführt.(Bild: Sophie Pratschner)
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Ich konnte da einfach nicht normal denken. Es hat sich gesteigert.

Der Angeklagte (31) über seine gestörte Sexualität

„Ja, das ist so gewesen“, sagt der Angeklagte vor dem Schöffensenat – ohne jeder Gefühlsregung. Dass er keinen normalen Zugang zu Sexualität hat, habe er schon in der späten Pubertät gemerkt, als er immer wieder an 12-jährige Mädchen gedacht hat. Besonders schockierend: Nach der Matura begann der gebürtige Mödlinger dann Lehramt zu studieren, besuchte bis zu seiner Inhaftierung die Universität.

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Die Frau, die in der Nacht gejoggt ist, hatte das Pech, dass genau sie da war. Sonst wäre es ein anderes Opfer gewesen.

Gerichtspsychiater Peter Hofmann über das erste Zufallsopfer

Gerichtspsychiater Peter Hofmann kommt zu dem Schluss: Der 31-Jährige hat eine Störung der Sexualpräferenz. Die ihn auch gefährlich macht. „Hatten Sie vorher schon Vergewaltigungsfantasien?“, will beispielsweise die beisitzende Richterin wissen. Der Mann bejaht: „Es hat sich gesteigert.“ Sein Sucherverlauf auf seinem Laptop bestätigt das. Zur Joggerin sagt der Angeklagte nur: „Die Intention war schon, sie zu vergewaltigen.“

Für den Lehramtsstudenten ist die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum beantragt und eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Das könnte sich aber noch ändern. Weil sich in der Vernehmung der 17-Jährigen herauskristallisierte, dass sie an einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden könnte, wird der Prozess auf April vertagt. Denn dann würde sich der Strafrahmen für den Wiener auf 15 Jahre erhöhen. 

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