Die alpine Teamkombi der Frauen am Dienstag bei den Olympischen Spielen in Cortina steht heute am Programm. Um 10.30 Uhr startet die Abfahrt, um 14 Uhr der Slalom. Wir berichten live – siehe Ticker unten.
Hier der Liveticker:
Die alpine Teamkombi der Frauen am Dienstag bei den Olympischen Spielen in Cortina ist für die Österreicherinnen vor allem eine große Nervenprobe. Eine bestreitet um 10.30 Uhr die Abfahrt, die andere ab 14.00 den Slalom – jeweils im Ziel mitverfolgt von der Teamkollegin. Die erste Kombi dieser Art gewannen Breezy Johnson/Mikaela Shiffrin, die US-Weltmeisterinnen von Saalbach sind das Traumduo und die Topfavoritinnen. Österreich hofft u.a. auf Cornelia Hütter/Katharina Truppe.
Truppe hat neue Partnerin
Truppe hat mit WM-Bronze bereits Erfahrung, nach dem Karriereende von Stephanie Venier hat sie eine neue Partnerin. Die beiden stehen unter AUT1 in der Startliste und nennen sich aufgrund des Backgrounds Bauer-Power. „Die Teamkombi fördert den Zusammenhalt, man kann Teamgeist zeigen“, sagte Truppe. „Es müssen beide liefern und gut fahren. Bei Conny mache ich mir keine Sorgen, sie ist ein Rennpferd. Schade, dass sie in der Abfahrt nicht aufs Podest gefahren ist, sie hat noch ihre Chancen und wird sie nützen.“
Huber freut sich auf „megacoolen“ Bewerb
Die Abfahrtsvierte Hütter nahm vom Sonntag mit, dass die Ski gelaufen sind. Mit der Kombi wollte sie sich erst so spät wie möglich beschäftigen, um sich nicht um den Schlaf zu bringen. Sie wisse von der Erfahrung aus Saalbach, dass sie beim Zuschauen fast die Nerven weggeschmissen habe. Hütter hatte bei der WM mit Katharina Huber Platz sechs belegt, diese geht laut Trainerentscheid nun mit Ariane Rädler (Team 95 wegen des Geburtsjahres) ins Rennen.
„Zuschauen wird nervenaufreibend“
Rädler legte in der Abfahrt als Achte eine gute Leistung hin, sie habe alles geben können und sich mit der Strecke angefreundet. Huber will den Slalom nehmen wie jeden anderen auch. „Das Zuschauen bei der Abfahrt wird nervenaufreibend. Das macht schon was mit dir, es ist jedenfalls ein megacooler Bewerb. Es kann nach der Abfahrt im Slalom noch sehr viel passieren.“
Gute Mischung mit Alt und Jung
Österreichs Slalomläuferinnen trainierten am Montag in Toblach. Nach der Kombi werden sie die Vorbereitung auf das Spezialevent in der Heimat fortsetzen, es erfolgt also eine doppelte Anreise zu den Winterspielen. Die 24-jährige Debütantin Lisa Hörhager („Miri wird das gut machen“) bildet als „Generations Duo“ mit Mirjam Puchner (33) ein Gespann. Auch diese hat die Nervosität, die sie im Vorjahr bei der WM erlebte, noch präsent. „Weil man nicht nur für sich selbst verantwortlich ist. Ich freue mich mega, es ist eine gute Mischung mit Alt und Jung. Lisa geht immer ans Limit. Das ist wichtig.“
„Brauche mehr Überzeugung“
Puchner (Abfahrts-11.) testete wie die in der Abfahrt gestürzte Vorarlbergerin Nina Ortlieb am Montag im offiziellen Training noch einmal die Tofana-Strecke, das machten neben den beiden Österreicherinnen nur noch neun von 37 Läuferinnen auf der Startliste. „Ich brauche ein bisserl mehr Überzeugung beim Skifahren, das kriege ich nicht, wenn ich im Hotel warte. Die Sicht war schwierig, aber das sind eh zwei Sachen, die ich brauche. Schlechte Sicht und viele Wellen“, sagte Puchner.
Ortlieb und Gallhuber „komplette Außenseiter“
Auf ein Topresultat im Wettstreit mit u.a. auch den Schweizerinnen Corinne Suter/Camille Rast und Jasmine Flury/Wendy Holdener aus sind auch Ortlieb und Katharina Gallhuber, die bereits Medaillenerfahrung im Zeichen der Fünf Ringe hat. „Wir sind kompletter Außenseiter, wir können als Team nur überraschen. Aber träumen darf man ja“, sagte die niederösterreichische Slalomspezialistin. „Es ist irrsinnig lässig, gemeinsam was zu schaffen. Ich hoffe, dass wir das Beste abrufen.“
Die Vorarlbergerin Ortlieb erklärte, dass es ihr nach dem Sturz besser gehe als gedacht, denn am Sonntag habe sich die Hüfte ob des Aufpralls doch bemerkbar gemacht. „In der Bewegung war es kein Problem, ich bin erleichtert.“ Sie habe im oberen Streckenteil noch ein bissl was geändert und ein gutes Gefühl bekommen. „Für morgen habe ich einen besseren Plan.“
Die Teamkombination sei auch ein Appell an die kleinen Nationen, neben Technik- auch Speedfahrerinnen zu unterstützen, sagte Ortlieb. Und über ihre Partnerin: „Kathi kenne ich von klein auf. Wir haben uns schon im jungen Alter duelliert. Gemeinsam am Start zu stehen, ist eine coole Sache.“
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