Rädler/Huber jubeln

GOLD! Rot-weiß-rote Sensation in Team-Kombi

Olympia
10.02.2026 14:49
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Einen Tag nach Silber von Vincent Kriechmayr/Manuel Feller in der Teamkombination der Männer haben Ariane Rädler und Katharina Huber bei den Olympischen Winterspielen in Italien noch einen draufgesetzt. Die Österreicherinnen gewannen am Dienstag in Cortina d‘Ampezzo sensationell die Teamkombination der Frauen. Das ÖSV-Duo setzte sich 0,05 Sekunden vor den Deutschen Kira Weidle-Winkelmann/Emma Aicher und 0,25 vor den US-Amerikanerinnen Jacqueline Wiles/Paula Moltzan durch.

Es ist das erste Olympia-Gold für die ÖSV-Frauen seit dem Triumph von Anna Fenninger im Super-G von Sotschi 2014 und die zweite Goldmedaille für das österreichische Team in Italien nach Snowboarder Benjamin Karl. Das ÖOC hält damit bei den Spielen in Mailand und Cortina nach vier Wettkampftagen bei zwei Gold- und drei Silbermedaillen.

Team 95 schlug zu
‘Team 95‘, wie sich das Duo aus Vorarlberg und Niederösterreich aufgrund ihres gemeinsamen Geburtsjahrs 1995 nannte, lag nach der Abfahrt auf Rang zwei. „Ich glaube, ich habe eine gute Abfahrt gezeigt, und dann die Kathi, da habe ich irgendwie ein gutes Gefühl gehabt. Sie hat den Slalom so gut heruntergedrückt. Ich war so nervös, es war unglaublich. Ich bin so froh, es ist so cool“, erklärte Rädler, die nur um 0,06 Sekunden langsamer als Olympiasiegerin Breezy Johnson war.

„Ich glaub‘s noch überhaupt nicht“
Im anschließenden Slalom behielt Huber im Duell mit zunächst Aicher und dann Superstar Mikaela Shiffrin die Nerven. Die 30-jährige Niederösterreicherin setzte sich vor das deutsche Duo, für das die Abfahrts-Zweite Aicher im Slalom zum Einsatz kam. Shiffrin brachte die Halbzeitführung durch Johnson nicht ins Ziel, das favorisierte Duo fiel mit der 15. Zeit im Slalom noch um 0,06 Sekunden aus den Medaillenrängen. „Es ist unbeschreiblich. Ich war extrem nervös. Die Ari ist so eine geile Abfahrt gefahren, so geil Ski gefahren. Ich habe mir einfach nur vorgenommen: „Fahr‘ einfach geil Ski, so wie ich‘s kann.“ Dass es sich so ausgeht und wir heute als Olympiasieger stehen, ich glaub‘s noch überhaupt nicht“, sagte Huber im ORF-Interview.

Huber hat schon eine Olympia-Goldene zu Hause, sie war Mitglied des erfolgreichen Mixed-Parallel-Teams in Peking 2022, war aber nicht zum Einsatz gekommen. Für Rädler erfüllte sich ein Traum, an dem sie nach vielen Verletzungen schon gezweifelt hatte. „Ich habe viel durchgemacht, da war der Traum (Olympia) schon einmal kurz weg. Ich habe mich immer wieder zurückgekämpft. Umso schöner ist es jetzt, dass es geklappt hat. Und das mit der Kathi. Wir kennen uns schon so lange. Wir sind schon zu Schülerzeiten gemeinsam Rennen gefahren. Das ist einfach cool – Dreamteam“, erklärte die Vorarlbergerin.

Hütter/Truppe auf Rang fünf
Zweitbestes ÖSV-Duo wurden Cornelia Hütter und Katharina Truppe als Fünfte mit 0,61 Sek. Rückstand. Sie freuten sich mit ihren Teamkolleginnen. „Es war echt cool zum Zuschauen. Schade für uns, aber Gold für Österreich“, meinte Hütter. „Ja richtig geil. Es freut mich richtig für die zwei. Sie haben es sich verdient. Die haben Gold richtig kombiniert“, sagte Truppe, die als Fünfte in den Slalom gegangen war. „Ich muss sagen, ich habe die Nerven einfach nicht gehabt. Ich habe schon gewusst während der Fahrt, ich kriege kein Tempo zusammen“, erklärte sie. Nina Ortlieb/Katharina Gallhuber belegten Platz sieben (+0,97), Mirjam Puchner/Lisa Hörhager landeten auf Rang 14 (+2,51).

Nach zweijähriger Verletzungspause gab Petra Vlhova ihr Comeback. Die 31-fache Weltcup-Siegerin aus der Slowakei hatte sich im Jänner 2024 einen Kreuzbandriss zugezogen und musste im März 2025 neuerlich operiert werden. Ihr Comeback dauerte nur wenige Sekunden, sie fädelte im Slalom ein, kann aber im Spezialslalom am 18. Februar neuerlich am Start stehen.

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