Acht Monate bedingte Haft und eine Geldstrafe von 3600 Euro für ein junges Menschleben. Das Urteil für einen 19-jährigen Lenker war nicht nur vielen „Krone“-Lesern zu milde, sondern auch die Staatsanwaltschaft legte dagegen Berufung ein. Jetzt wandert der Fall vor das Oberlandesgericht.
Mit einer achtmonatigen bedingten Haftstrafe und einer Geldbuße ist am Dienstag am Landesgericht Wels der Prozess gegen einen 19-Jährigen, der im Oktober 2025 einen tödlichen Unfall in Waizenkirchen verursachte, zu Ende gegangen. Ein Gutachten belegte, dass der junge Lenker in einer Kurve mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn geraten war und dort Mofalenkerin Lucy (15) gerammt hatte – das Mädchen starb.
Nach der Urteilsverkündung gab die Staatsanwaltschaft zunächst keine Erklärung ab, meldete am Mittwoch aber Berufung gegen die Strafhöhe an. Der Prozess wird am Oberlandesgericht Linz stattfinden – eine rechtskräftige Entscheidung ist daher erst in Monaten zu erwarten.
„Bitte fahr’ vorsichtig“ oder „Komm’ gut wieder heim“. Als Mutter eines Führerschein-Neulings habe ich diese Worte in den vergangenen Wochen Hunderte Male wiederholt. Denn wie schnell ein Unfall passieren kann, verdeutlicht die Tragödie von Waizenkirchen.
Den Schmerz, den die Angehörigen der 15-Jährigen erleiden müssen, kann wohl niemand nachvollziehen. Ob eine höhere Strafe diesen Schmerz lindert, können nur die Betroffenen beantworten. Gestraft sind alle Beteiligten ohnehin genug: Der Verlust des geliebten Kindes wiegt schwer – ebenso die Schuld, mit der der junge Lenker fertigwerden muss.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.