Video sorgt für Wirbel

Ungarn sieht „militärische Drohung“ aus Kiew

Außenpolitik
12.02.2026 16:23

Im ungarischen Wahlkampf verhärten sich auch die Fronten zwischen der Regierung in Budapest und in Kiew. Wenige Tage, nachdem Ministerpräsident Viktor Orbán die Ukrainer als „Feind Ungarns“ bezeichnet hatte, hat am Donnerstag der Leiter der ungarischen Staatskanzlei, Gergely Gulyás, von „Drohungen“ der Ukraine gesprochen, die „eine neue Dimension“ erreicht hätten.

Gulyás bezog sich bei seinen Angaben auf ein Video, das ungarische Medien veröffentlicht hatten und welches einen Major der ukrainischen Streitkräfte dabei zeigt, wie dieser damit prahlt, binnen kurzer Zeit mit einer ukrainischen Brigade einzumarschieren, wenn Orbán weiter „provoziere“ und sich als „KGB-Agent“ agiere. Bei dem hochrangigen Militär handelt es sich um Jewchen Karas, seines Zeichens früherer Anführer der rechtsextremen Organisation C14, die von 2011 bis 2020 existiert hat und deren Mitglieder auch in mehreren ukrainischen Medien als „Neonazis“ bezeichnet wurden.

Balázs Orbán (nicht mit Viktor Orbán verwandt, Anm. d. Red.), strategischer Berater des ungarischen Ministerpräsidenten, veröffentlichte das zitierte Video auf seiner X-Seite:

Bei Karas handelt es sich nicht um einen offiziellen Sprecher der ukrainischen Streitkräfte, doch die Regierung in Budapest versteht die Aussagen des Rechtsextremisten dennoch als „militärische Drohung aus Kiew“. In diesem Zusammenhang betont Minister Gulyás, dass Karas wegen seiner Verdienste im Ukraine-Krieg von Staatschef Wolodymyr Selenskyj ausgezeichnet worden sei.

„Immer neue Pläne“ gegen Ungarn
Laut Gulyás würden „immer neue Pläne“ des sich gegen eine russische Invasion wehrenden Nachbarlandes bekannt, die eine „Einmischung in die ungarische Innenpolitik“ wahrscheinlich machten. Der Minister betonte, dass die Drohungen gegen den EU- und NATO-Mitgliedsstaat Ungarn von einem Land erfolgten, das weder Mitglied der EU noch der NATO sei.

Auf eine Journalistenfrage, ob es wegen der ukrainischen Drohungen eine Abstimmung mit der NATO gegeben habe, betonte Gulyás, Ungarn müsse diese Drohung „ernst nehmen“. Dies gelte ungeachtet der Tatsache, dass ein Angriff der Ukraine auf einen NATO-Mitgliedsstaat für unwahrscheinlich gehalten werde.

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