Prozess in Eisenstadt

15-Jähriger attackierte Mitschüler mit Eisenstange

Burgenland
12.02.2026 16:45

Weil ein Südburgenländer (15) ihn und seine Mutter beleidigt hatte, ließ ein Jugendlicher seinem Zorn freien Lauf. „Ich wollte nur, dass er sich entschuldigt. Das hat er nicht getan“, sagt der Heißsporn, der von einem Klassenkameraden unterstützt wurde. Beide Täter müssen nun Soziale Stunden leisten.

Was macht man mit einer Eisenstange, die vor einem Lebensmittelgeschäft am Boden liegt? Manche heben sie auf und hauen einem Mitschüler damit aufs Schienbein und auf den Rücken, nachdem sie ihm zwei Faustwatschen verpasst haben. Allerdings nicht recht fest, der 15-jährige Südburgenländer erlitt keinerlei Verletzungen.

War auch ein Messer im Spiel?
„Über unseren Snapchat hat er mich und meine Mutter beleidigt“, sagt der Hauptangeklagte (15), der in Syrien geboren wurde. „Ich wollte ihn zur Rede stellen, damit er sich entschuldigt. Das hat er nicht getan.“ Das Opfer gibt an, dass sich die Eisenstange in einem mitgebrachten Rucksack befunden und der Syrer auf dem Parkplatz ein Messer gezückt habe. Er soll gesagt haben: „Nach der Schule treffen wir uns wieder hier und fetzen. Wenn du nicht kommst, werde ich dich abstechen.“ Dies alles wird von Zeugen entkräftet und deshalb von der Richterin nicht zum Tatbestand erklärt.

Mit Vollgas zum Bus gelaufen
Nachdem der Unterricht beendet war, wartete der Angeklagte mit einem Kumpanen (16) vor dem Polytechnikum auf den Burschen. „Der Zweite hat mich am Hals gepackt und festgehalten. Der von in der Früh hat Steine eingesammelt, die er auf mich werfen wollte. Ich konnte mich losreißen und bin Vollgas zum Bus gerannt.“ Daheim im SOS-Kinderdorf angekommen, meldete er den Vorfall. Der Heimleiter erstattete unverzüglich Anzeige.

„Ich konnte ihn nicht mehr aushalten“
„Ich wollte keinen Streit. Ich wollte nur alles klären, damit wir wieder gut sind“, sagt der Erstangeklagte. „Aber er hat es nicht eingesehen, dass er sich entschuldigen soll. Das hat mich genervt. Ich konnte ihn nicht mehr aushalten.“

Die beiden Jugendlichen kommen mit einer Diversion davon: Jeder muss 40 Soziale Stunden leisten.

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