Zivilcourage artet aus

Frau attackiert – Täter von Zeugen niedergestreckt

Gericht
12.02.2026 05:00

Eine Künstlerin aus Wien wurde auf der Rolltreppe in der U-Bahn-Station Westbahnhof von einem Rumänen begrapscht und geschlagen. Zeugen bewiesen Zivilcourage, doch diese artete aus.

„Ich schlage nicht mal meine eigene Frau und auch keine Fremden.“ Sätze wie dieser lassen bei dem angeklagten Rumänen im Wiener Landl tief blicken. Dem Familienvater wird vorgeworfen, einer Wiener Schauspielerin und Tänzerin am 30. August auf der Rolltreppe beim Westbahnhof fest aufs Gesäß gegriffen zu haben.

Opfer gab „reflexartige Ohrfeige“
„Als ich an ihm vorbeiging, sagte er einen Anmachspruch zu mir. Plötzlich hat er mir stark auf den Po geschlagen“, so die Zeugin, die dem Grapscher reflexartig eine Ohrfeige versetzte. Daraufhin habe ihr dieser in den Bauch geboxt.

„Vielleicht habe ich irrtümlich Arme und Beine bewegt und bin am Gesäß angekommen“, leugnet der Mann, der wegen dreier Gewaltdelikte vorbestraft ist, Po-Attacke und Schlag.

In der U-Bahn-Station Westbahnhof kam es (einmal mehr) zu unschönen Szenen.
In der U-Bahn-Station Westbahnhof kam es (einmal mehr) zu unschönen Szenen.(Bild: Krone KREATIV/Martin Jöchl und Stock Adobe)
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Als ich an ihm vorbeiging, sagte er einen Anmachspruch zu mir. Plötzlich hat er mir stark auf den Po geschlagen.

Das Opfer als Zeugin im Prozess

Weil das junge Opfer lautstark auf den Rolltreppen-Übergriff aufmerksam machte, kamen in der Station aus mehreren Richtungen Männer angelaufen, die den betrunkenen Rumänen überwältigten.

Fünf Männer überwältigten den Grapscher
Was dann passierte, war aber offenbar nicht nur „Zivilcourage“, sondern, wie auch Richterin Danja Petschniker feststellt, „unangemessene Gewaltausübung“. Mehrere Personen wurden verletzt. Ein junger Mann erlitt einen Riss der Strecksehne, musste operiert werden – sieben Wochen Krankenstand. Wie er selbst sagt, kann die Verletzung aber auch bei dem Schlag, den er dem Rumänen versetzte, passiert sein.

Der Angeklagte bekam einiges ab. Um seine angeblich bei dem Vorfall ausgeschlagenen Zähne zu präsentieren, tritt er vor und öffnet seinen Mund vor der Richterin, die dies mit den Worten „Ich bin zwar keine Zahnärztin, aber gut“ kommentiert.

Teilbedingte Haftstrafe
Das Verfahren gegen die Männer, die den Grapscher doch recht brutal anhielten, wurde eingestellt. Der Rumäne selbst fasste für die sexuelle Belästigung und die Körperverletzung an der Schauspielerin sieben Monate teilbedingte Haft aus. Außerdem wurde eine bedingte Strafe widerrufen.

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